Mit der Krücke erschlagen


Das Pflegeheim Hogar Santa Rita wurde Schauplatz einer tödlichen Aggression. Foto: Moisés Pérez

Ein Pflegeheimbewohner tötete seinen Zimmergenossen

Teneriffa – Am 11. Januar nahm die Nationalpolizei einen 73-jährigen Bewohner des Pflegeheimes Santa Rita 2 in Puerto de la Cruz fest. Der psychisch kranke Mann hatte seinen Zimmergenossen mit der Krücke erschlagen. Kurz nach Mitternacht war eine heftige Diskussion zwischen dem unter paranoider Schizophrenie leidenden mutmaßlichen Täter und seinem 69-jährigen Zimmergenossen ausgeufert. Der 73-Jährige sagte spä­- t­er gegenüber den Polizisten aus, der Mitbewohner habe seine Mutter beleidigt. Infolgedessen soll er mit seiner Gehhilfe auf den anderen eingeschlagen haben. Am Morgen fand ein Mitarbeiter des Pflegeheimes das blutüberströmte Opfer tot im Zimmer vor, während der Tatverdächtige daneben ruhig in seinem Bett schlief.

Einer Lokalzeitung zufolge wurde dem bereits vor vielen Jahren gerichtlich für nicht geschäftsfähig erklärten Täter ein ruhiger Charakter zugeschrieben. Das Opfer soll jedoch für mehr Konflikte gesorgt haben. Beide Männer befanden sich in psychiatrischer Behandlung.

Heimleiter Roque Silva wies darauf hin, dass es in der fast 30-jährigen Geschichte des Hogar Santa Rita noch nie zu einem Vorfall solchen Ausmaßes gekommen sei. Bei einer erneuten Vernehmung, konnte sich der Täter an nichts mehr erinnern. Er wurde der zuständigen Richterin in Puerto de la Cruz vorgeführt. Begleitet von seinem Vormund verweigerte der des Totschlags Verdächtige dort die Aussage. Die Richterin ordnete seine Unterbringung in der psychiatrischen Abteilung des Universitätskrankenhauses an.

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