Meeresnuss geschenkt


Der größte Samen des Pflanzenreichs. Foto: Palmetum

Besucher stiftete dem Palmetum eine Coco de Mer

Teneriffa – Der Palmengarten von Santa Cruz hat kürzlich ein besonderes Geschenk bekommen. Ein Besucher aus Italien, der begeistert von der Anlage war, spendete einen Samen der sagenumwobenen Seychellenpalme (Lodoicea maldivica) für die Ausstellung des botanischen Gartens. Der Liebhaber der Botanik hatte die Coco de Mer bereits vor acht Jahren erworben, weshalb der riesige Samen zwar nicht mehr fruchtbar ist, die Ausstellung des Palmetums jedoch bereichert.

Der Samen der Seychellenpalme ist der größte im Pflanzenreich. Sie wächst äußerst langsam und braucht zwischen 20 und 40 Jahre, bis sie das erste Mal blüht. Diese besondere Palmenart kommt nur auf den Seychelleninseln, und zwar auf den Inseln Praslin und Curieuse vor. Die riesigen Samen können ein Gewicht von 20 kg erreichen.

Der Name Coco de Mer kommt daher, dass die Inselbewohner einst vermuteten, bei den am Strand angespülten riesigen Samen handele es sich um Nüsse von im Meer wachsenden Palmen.

Bis heute gilt die Coco de Mer auf den Seychellen als Symbol der Fruchtbarkeit und ist ein Wahrzeichen des Inselstaates im Indischen Ozean. Chinesen schreiben der Frucht eine aphrodisierende Wirkung zu.




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