Liebesfilm für die Weihnachtslotterie 2017


Filmregisseur Alejandro Amenábar und die Präsidentin der Staatlichen Lotteriegesellschaft, Inmaculada García Martínez, bei der Präsentation des Spots. Foto: EFE

Wie die „Lotería de Navidad“ Erdenbürger Daniel mit Alien-Schönheit Danielle verkuppelt

Madrid/Kanarische Inseln – Der Werbespot für die spanische Weihnachtslotterie wird jedes Jahr mit Spannung erwartet und nach der ersten Ausstrahlung gern von den Medien zerpflückt. Dieses Jahr ist unter der Regie des bekannten spanischen Filmregisseurs Alejándro Amenábar („The Others“, „Das Meer in mir“) ein 19-minütiger Kurzfilm entstanden, in dem die „Lotería de Navidad“ in die Rolle Amors schlüpft, und es überwiegt die positive Bewertung.

Daniel soll im Auftrag seiner Mutter bei einer Lotterieverkaufsstelle ein Los besorgen, als er der jungen blonden Frau begegnet, die scheinbar unentschlossen am Schalter steht. Er hilft ihr, ein Los zu kaufen – beide erwerben ein Los mit derselben Nummer – und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Dabei weiß Daniel nicht, dass die junge Frau, in die er sich verliebt, eine Außerirdische ist, die zur Weihnachtszeit auf der Erde gelandet ist. Obwohl die Liebe die zentrale Rolle spielt, lautet die Botschaft des Werbefilms auch dieses Jahr wieder „El mayor premio es compartirlo“ – der größte Preis ist es, sein Glück zu teilen. Auf www.danielleydaniel.com kann man den Spot in voller Länge ansehen und erfährt, ob die beiden Hauptdarsteller den Hauptpreis „El Gordo“ am 22. Dezember gewinnen. So viel sei verraten: Es gibt ein Happy End.

Wem die Geschichte von Danielle und Daniel unter die Haut geht, der kann auf der Website durch Eingabe seiner Losnummer nach Menschen suchen, die dasselbe Los gekauft haben, und so jemanden finden, mit dem er sein Glück – oder auch etwas mehr, wie es auf der Website heißt – teilen kann.

70 Millionen mehr

Dieses Jahr werden bei der Weihnachtslotterie 70 Millionen Euro mehr ausgeschüttet, bzw. es gehen fünf Millionen Zehntellose mehr in den Verkauf als 2016. Obwohl der Verkauf bereits im Juli begonnen hat, haben die Lotterieverkaufsstellen jetzt, da der Termin näher rückt, Hochsaison. Bemerkenswert ist, dass während der Sommermonate zwischen 12 und 15% der Lose verkauft werden, und die Präsidentin des staatlichen Unternehmens „Loterías y Apuestas de Estado“, Inmaculada García, bestätigte, dass immer mehr ausländische Touristen ein Los als Souvenir mitnehmen.

„El Gordo“, also der Hauptpreis der Weihnachtslotterie 2017, die wie jedes Jahr am Vormittag des 22. Dezember stattfindet, wird vier Millionen Euro pro Serie – sprich 400.000 Euro pro Zehntellos – unters Volk bringen. Der zweite Preis beträgt 1.250.000 Euro pro Serie und der dritte Preis 500.000 Euro pro Serie. Es gibt des Weiteren zwei vierte Preise mit 200.000 Euro pro Serie und acht fünfte Preise mit 60.000 Euro pro Serie.

Der Kaufpreis für ein Zehntellos bleibt derselbe wie im vergangenen Jahr: 20 Euro.

Canarios geben 43 Euro aus

In den Lotterieverkaufsstellen auf den Kanarischen Inseln stehen für die diesjährige weihnachtliche Sonderziehung 450.000 Lose zum Verkauf. Das staatliche Lotterieunternehmen schätzt, dass jeder Canario im Schnitt 43 Euro für die Weihnachtsziehung ausgeben wird. Im vergangenen Jahr waren es noch 38 Euro.

Artikel 155 erreicht auch die Lotterie

Für viele Lotteriekäufer ist die Zahlenkombination ihres Loses eine Herzensangelegenheit. Es gibt diejenigen, die seit Jahrzehnten die letzte Endziffer spielen, andere, die ein besonderes Datum, das für sie persönlich viel bedeutet, wählen und wieder andere, die nicht ganz so persönliche Gründe mit einer Zahlenkombination verbinden. Dies zeigt sich dieses Jahr an der großen Nachfrage nach Losen mit der Endziffer 155. Der Artikel 155 der Spanischen Verfassung, der im Rahmen der Katalonien-Krise nun in aller Munde ist, erfreut sich als Lotterienummer großer Beliebtheit. Die höchste Nachfrage wurde für die Zahlenfolge 00155 verzeichnet, die seit Monaten vergriffen ist. Offenbar macht der Aberglaube in diesem Fall eine Ausnahme, denn Lose, die mit „0“ beginnen, sind üblicherweise als „hässlich“ verschrien und wenig beliebt.

Sehr gefragt sind dieses Jahr auch Lose mit der Nummer des Datums, an dem Katalonien das Referendum abgehalten hat: 11017.




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