Lieber ohne Madrid


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Kanaren wollen Beschaffung von Grippe-Impfstoffen künftig selbst in die Hand nehmen

Die Kanaren werden die Beschaffung von Grippe-Impfstoff künftig nicht mehr innerhalb eines zentralisierten Systems über Madrid organisieren.

Dies ist die Konsequenz aus den schwerwiegenden Versorgungsproblemen unter denen die Impfkampagne 2012/2013 gelitten hatte, und die mit nur 40% geimpften Personen der Risikogruppen zur schwächsten je verzeichneten Impfrate geführt hat.

Wie José Díaz-Flores, Generaldirektor des öffentlichen Gesundheitsdienstes der Kanarenregierung, erklärte, sei es das erste Mal gewesen, dass der Einkauf zusammen mit anderen autonomen Regionen organisiert worden sei und auch das erste Mal, dass es Probleme gegeben habe. Eine Krise könne man besser unter Kontrolle bringen, wenn man direkt verhandle und nicht über Dritte, für die die kanarischen Bedürfnisse nicht erste Priorität seien. Auch habe man in Madrid die Transportwege zu und auf den Kanaren zu wenig berücksichtigt und so weitere Verzögerungen verursacht. Die Regionalregierung will jedoch die Einkaufsgemeinschaft mit anderen Provinzen nicht ganz aufgeben, nur die Grippe-Impfstoffe sollen ab jetzt wieder in eigener Regie besorgt werden.




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