Las Palmas zahlt erst nach fünf Monaten


Foto: EFE

Gran Canaria – Das Finanzministerium hat die durchschnittliche Säumigkeit der Gemeinden bei der Bezahlung der Rechnungen von Dienstleistern und Lieferanten bekannt gegeben. Dabei schnitt Las Palmas de Gran Canaria im August mit einem durchschnittlichen Verzug von 173 Tagen erheblich schlechter ab als noch im Juni mit 52 Tagen.
Diese Wartezeit von knapp sechs Monaten bis zum Begleichen der Rechnung liegt fast dreimal so hoch wie der gesetzliche Richtwert. Im August 2018 belief sich die durchschnittliche Wartezeit der Dienstleister und Lieferanten nur auf 41 Tage, im August 2017 auf 93 Tage, im August 2016 auf 30 Tage.
Im spanienweiten Vergleich der größeren Städte, schnitt Las Palmas am schlechtesten ab, in weitem Abstand gefolgt von Sevilla mit einer Wartezeit von 51 Tagen. Als pünktlichste und zuverlässigste Gemeinde bei der Bezahlung externer Rechnungen stellte sich Barcelona mit nur 19 Tagen heraus, gefolgt von Madrid und Málaga mit 26 Tagen.
Bei den kleineren Gemeinden wurden allerdings in fünf Fällen schlechtere Ergebnisse erzielt. So benötigte die Gemeinde Jerez de la Frontera im August 414 Tage, Granada 243 Tage, Jaén 582 Tage, Badalona 151 Tage und Parla 267 Tage, zum Ausgleich der Schulden.
Innerhalb der Region Kanarische Inseln gibt es zwei Behörden, die besonders vorbildlich bei der Bezahlung von Rechnungen sind: Das Cabildo Gran Canaria und die Gemeinde Santa Cruz benötigten nur 14 Tage, um die Gläubiger zufriedenzustellen.

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