Langzeittouristen erwünscht

Yaiza Castilla sprach im Parlament über die verschiedenen Schritte und Maßnahmen, die von ihrem Ressort aus vorgesehen sind, um den Tourismus wiederzubeleben. Foto: Gobierno de Canarias

Yaiza Castilla sprach im Parlament über die verschiedenen Schritte und Maßnahmen, die von ihrem Ressort aus vorgesehen sind, um den Tourismus wiederzubeleben. Foto: Gobierno de Canarias

Das Tourismusressort feilt an einer Werbeaktion, die gezielt „Silver Ager“ und Digitalnomaden ansprechen soll

Kanarische Inseln – Die kanarische Tourismusministerin Yaiza Castilla hat auf eine Frage ihrer eigenen Fraktion zu den Alternativen, die für die Ankurbelung des Tourismus vorgesehen sind, im Parlament Stellung bezogen. Castilla kündigte eine Werbeaktion an, die sich gezielt an die Bevölkerungsgruppe der über 60-Jährigen sowie an Telearbeitende bzw. Digiatalnomaden richtet. Für die neue Marketingstrategie wird das regionale Unternehmen zur Tourismusförderung „Promotur Turismo de las Islas Canarias“ zuständig sein.
Yaiza Castilla erklärte, dass der Weg zurück zur touristischen Aktivität auf den Inseln nur langsam gegangen werden könne, da die Pandemie ein globales Problem sei und jede entwickelte Strategie nicht nur die interne, regionale Situation, sondern auch die Lage im Ausland berücksichtigen müsse.
Eine Strategie des Tourismusressorts für die Gewinnung von Gästen zielt nun auf die Förderung des Tourismus im Bereich der Langzeitaufenthalte ab. Dem liegt der Gedanke zugrunde, dass Urlauber, die länger bleiben, auch mehr ausgeben und somit mehr Einnahmen für die lokale Wirtschaft generieren. Die Kanarischen Inseln sollen für sogenannte „Silver Ager“, Personen im Rentenalter, die ohne zeitliche Begrenzung reisen können, als attraktives Urlaubsziel für Langzeitaufenthalte präsentiert werden. Auch unter jungen Menschen, die im Zeitalter der digitalen Medien im Homeoffice arbeiten und ihre Tätigkeit ortsunabhängig ausüben können, sollen die Inseln als reizvolles zeitweiliges Domizil dargestellt werden.

Anreize für Airlines gefordert


Außerdem kündigte Yaiza Castilla an, dass ihr Ressort in Brüssel die Schaffung von Anreizen für Fluggesellschaften fordern wird, damit wieder mehr Flüge auf die Inseln stattfinden.
Vor der Covid-19-Krise, erinnerte Castilla, waren die Kanarischen Inseln gut mit Europa vernetzt. Es gab 350 direkte Flugverbindungen mit 150 Flughäfen in 27 Ländern. Doch die Corona-Krise hat dem Flugangebot ein jähes Ende gesetzt. „Die Einschränkungen der Mobilität und die Grenzschließungen hatten den unmittelbaren Verlust aller Flugverbindungen auf die Kanarischen Inseln zur Folge, die uns so viele Jahre Verhandlungen gekostet haben“, bedauerte Castilla. Deshalb bemühe sich ihr Ressort nun im Rahmen des Plans zur Reaktivierung des Tourismus mit besonderer Dringlichkeit um die Wiederaufnahme der Flugverbindungen. Dafür werde man in Brüssel die Schaffung von Anreizen für die Airlines beantragen.

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