La Palma setzt auf Zurückhaltung


Das Cabildo setzt sich für weniger Konsumfreudigkeit ein

Die im Inselparlament von La Palma vertretenen Parteien CC, PSOE und PP haben Ende Januar eine sogenannte „Erklärung der guten Absichten“ unterzeichnet, die, sofern sie auch umgesetzt wird, weit über Spaniens Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit sorgen könnte.

Angesichts von Klimawandel, Konsumwut und Energieverschwendung will das Cabildo jetzt mit einer lobenswerten Initiative dieser desaströsen Tendenz entgegenwirken. Ziel des ehrgeizigen Plans, der in Form eines institutionellen Abkommens verabschiedet wurde, ist dabei nicht nur das Leben der Inselbewohner zu verbessern, nein, die Sicht des Cabildos geht über die Grenzen der Inseln hinaus.

In dem Abkommen heißt es, dass die Tage der Zivilisation gezählt sind, wenn der Lebensrhythmus wie er heute insbesondere in der sogenannten ersten Welt üblich ist, nicht radikal runtergeschraubt wird. Die Tendenz, mehr zu konsumieren als produziert werden kann, und dabei jegliche Umweltschutzmaßnahmen außer Acht zu lassen, müsse völlig umgekehrt werden.

Bewussteres Konsumverhalten

In diesem Sinne will das Cabildo unter anderem die Inselbevölkerung zu einem bewussteren Konsumverhalten anhalten. Angefangen bei der morgendlichen Dusche, über die Fahrt mit dem Auto zur Arbeit bis hin zur abendlichen Festbeleuchtung in der Wohnung – für all diese alltäglichen Gewohnheiten könne mit ein bisschen gutem Willen auch eine umweltfreundlichere Alternative gefunden werden.

Energetischer Selbstversorger

Gleichzeitig setzt die Inselverwaltung aber auch darauf, in möglichst kurzer Zeit, beispielsweise durch die verstärkte Förderung alternativer Energiequellen, vom nationalen Netz unabhängig zu werden.




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