„Kruzenshtern“ besuchte Teneriffa


Das russische Segelschulschiff und seine Mannschaft
verbrachten Weihnachten in Santa Cruz

Teneriffa – Das russische Segelschulschiff „Kruzenshtern“ legte am 25. Dezember im Hafen von Santa Cruz an. Die Viermaststahlbark mit ihrer Mannschaft aus 190 Offizieren, Matrosen, Ausbildern und Kadetten lag bis zum 29. Dezember in Santa Cruz, um Proviant für die Atlantik-Überfahrt nach Río de Janeiro aufzunehmen. Viele Interessierte nutzten das Angebot des „Open Ship“ für eine Besichtigung.
Das Segelschulschiff der russischen Marine war zuvor in Kaliningrad zu einer Fahrt im Andenken an den 200. Jahrestag der Entdeckung der Antarktis und des 75. Jubiläums des Endes des zweiten Weltkrieges gestartet. An dem Projekt „Die Kerzen des Friedens“ nehmen auch die Segelschulschiffe „Pallada“ und „Sedov“ teil, die im Gegensatz zur „Kruzenshtern“ eine Weltumrundung durchführen werden. Die Teilnahme der „Kruzenshtern“ begrenzt sich auf die Atlantiküberquerung.
Die „Kruzenshtern“ lief 1926 in Bremerhaven als „Padua“ vom Stapel und wurde als Frachtsegler und Segelschulschiff eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Viermaststahlbark als Reparationsleistung an die damalige Sowjetunion abgegeben und in „Kruzenshtern“ umbenannt. Heutzutage wird die Bark vom russischen Ministerium für Fischwirtschaft zur Ausbildung des Nachwuchses der Fischereiflotte genutzt und nimmt an vielen internationalen Regatten teil. Teilweise werden zahlende Passagiere mitgenommen, die zum Unterhalt des Schiffes beitragen (Trainees).
Die „Kruzenshtern“ hat eine Kiellänge von 114,5 m, eine Breite von 14 m und einen Tiefgang von bis zu 6,20 m. Die Verdrängung liegt bei 5.805 t. Zwei 8-Zylinder-Motoren bieten eine Maschinenleistung von 2.000 PS. Die Bark hat vier Masten, eine Segelfläche von 3.400 qm und bringt es unter Segeln zu einer maximalen Geschwindigkeit von 17,4 kn (32 km/h). Die Stammbesatzung besteht aus 76 Personen. Es können bis zu 160 Kadetten ausgebildet werden.

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