Krankenwagen zu schnell


Fahrer von Rettungsfahrzeugen bekommen immer wieder Strafzettel

Die Fahrer der Krankenwagen des Kanarischen Notdienst (SUC) trafen sich kürzlich mit dem Direktor der Inselverwaltung, Juan Prats, um eine Lösung zu einem für sie sehr wichtigen Problem zu finden: Die Geschwindigkeitsübertretung im Einsatz. In den letzten Monaten häuften sich die Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens.

Die betroffenen Fahrer sind Angestellte der Firma Tasisa, der Gesellschaft, die auf Lanzarote die Krankentransporte für den kanarischen Gesundheitsdienst durchführt. Tatsache ist, dass die Krankenwagenfahrer nicht nur ihre Strafen selbst zahlen müssen, sondern auch ihre Punkte  beim Straßenverkehrsamt verlieren und somit auch ihre Fahrlizenzen verlieren könnten. Aus diesem Grund tragen sie sich mit dem Gedanken, auch in Notfällen die Geschwindigkeitsbegrenzung einzuhalten.

Auf den Kanaren ist es gang und gäbe, dass die Radare der Verkehrspolizei die Geschwindigkeitsübertretungen der Krankenwagen registrieren. Die Angelegenheit wird dann so gehandhabt, dass der Betreiber der Krankenwagen ein Entlastungsschreiben beim Straßenverkehrsamt einreicht, dem die

Angaben des entsprechenden Krankenwagens sowie der Bericht des Notarztes beigelegt wird, um somit die erhöhte Geschwindigkeit rechtfertigen zu können. In der Regel werden die Sanktionen dann annulliert.

Laut Information einer hiesigen Tageszeitung hat die kanarische Regierung bestätigt, dass die Firma Tasisa im Laufe dieses Jahres nicht ein einziges Entlastungsschreiben zur Annullierung der Protokolle eingereicht hat.

Juan Prats hat sich gegenüber den Krankenwagenfahrern verpflichtet, mit dem Straßenverkehrsamt von Lanzarote diesbezüglich Kontakt aufzunehmen. Ziel ist es, den Fahrern einen Sonderstatus einzurichten, damit sie bei Notfällen das Geschwindigkeitslimit nicht einhalten müssen.




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