Koordinierte Rettung


Gruppenfoto der Lehrgangsteilnehmer. Foto: bomberos de tenerife

Mehr als 200 Rettungs- und Sicherheitskräfte verbesserten bei einem Lehrgang in Santa Cruz ihre Zusammenarbeit

Teneriffa – Schwere und komplizierte Verkehrsunfälle gehören zum Alltag der Rettungs- und Sicherheitskräfte. Um auf die neuen Gegebenheiten durch technische Weiterentwicklung vorbereitet zu sein und die Koordination zu verbessern, hat Teneriffas Feuerwehr-Konsortium Mitte Dezember einen zweitägigen Lehrgang veranstaltet, an dem mehr als 200 Notfallmediziner, Sanitäter, Feuerwehrmänner und Polizisten teilnahmen.

Nach einem Tag theoretischer Einweisungen wurde das Gelernte am 13. Dezember auf dem Parkplatz der Schwimmbadanlage Parque Marítimo in Santa Cruz umgesetzt. Das Konsortium hatte sechs Workshops organisiert, in deren Rahmen die Rettungskräfte in erster Linie ihre Koordination miteinander an inszenierten Unfallorten auf die Probe stellen und üben sollten. Salvador Reyes, Leiter des Feuerwehr-Konsortiums, erklärte, jedes Mitglied einer Einsatzgruppe kenne deren Aufgaben in Perfektion, doch sei es zwingend erforderlich, auch die Aufgaben der anderen Kräfte kennenzulernen, um in jeder Situation möglichst effektiv miteinander arbeiten zu können.

Bei einem Workshop führten Notärzte und Sanitäter ihr Vorgehen mit einem Unfallopfer vor, bei einem anderen zeigten Feuerwehrmänner des Konsortiums, welchen Schritten sie zu folgen haben: Annäherung, Erkennung und Kontrolle der Risiken. Auch führten sie die Techniken zur Befreiung der Unfallopfer vor. Psychologen erklärten, wie die Rettungskräfte den verkeilten Unfallopfern Vertrauen und Zuversicht vermitteln können, aber auch den Umgang mit Panik, akutem Stress sowie Trauer. Auch wurde den Rettern die richtige Technik zur Befreiung Minderjähriger aus den modernen Kindersitzen gezeigt und darauf hingewiesen, dass Kinder möglichst innerhalb einer halben Stunde den OP-Saal erreichen sollten, um das Risiko für Spätfolgen zu verringern. Die Feuerwehrleute wurden in dem richtigen Umgang mit den modernen Elektro-, Hybrid- und Flüssiggasfahrzeugen unterwiesen, die andere Risiken bergen als gewöhnliche Fahrzeuge.

 




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