Königin Sofía weihte Katastrophenhilfedepot auf Gran Canaria ein


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Weltweit das vierte Zentrum seiner Art

Königin Sofía hat am 17. September in Las Palmas de Gran Canaria das weltweit vierte internationale Katastrophenhilfedepot des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes eingeweiht.

Dieses Logistikzentrum soll einen schnellen Einsatz im Fall von Katastrophen gewährleisten und sicherstellen, dass die Hilfe die Betroffenen so schnell wie möglich erreicht. In Begleitung von Politikern der Regionalregierung und der Inselverwaltung besuchte die Königin die Lagerhallen, die von der Hafenbehörde von Las Palmas für diesen Zweck zur Verfügung gestellt wurden. Weltweit gab es bislang nur drei dieser riesigen RK-Lager, und zwar in Dubai, Panama und Kuala Lumpur. Las Palmas ist nun das vierte im Bunde.

Das neue Logistikzentrum hatte den ersten Einsatz zur humanitären Hilfe in Afrika übrigens bereits vor der offiziellen Einweihung durch die Königin. Die starken Regenfälle Anfang September in Westafrika, die zu schweren Überschwemmungen führten, brachten über 600.000 Menschen in fünf Staaten in Not, und von Las Palmas wurden Zelte, Küchenausrüstungen, Decken etc. geschickt. Das Zentrum verfügt derzeit über Hilfsgüter zur Versorgung von 20.000 Menschen.

Starthilfe in die Freiheit

Von Gran Canaria reiste die Königin weiter nach Fuerteventura, wo sie an der Nordseite der Südspitze Jandía, am Strand von Cofete, bei der Freilassung von Meeresschildkröten anwesend war. 22 junge unechte Karettschildkröten (Caretta Caretta) wurden an diesem Küstenstreifen Fuerteventuras in die Freiheit entlassen. Die Königin zeigte sich sehr interessiert an dem Projekt zur Wiedereinführung der unechten Karettschildkröte auf Fuerteventura. Die freigelassenen Schildkröten sind Teil dieses Programms, das seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der Regierung der Kapverden läuft. Erst im August wurden wieder 800 Meeresschildkröteneier in einem abgesperrten Gebiet im Sand von Cofete abgelegt. Wenn die Schildkröten schlüp­fen, werden sie in eine Aufzuchtstation gebracht, wo ihr Heranwachsen überwacht wird. Nach Erreichen einer gewissen Größe werden sie in Cofete in die Freiheit entlassen. Sie werden eines Tages zur Eiablage an den Strand ihrer Geburt zurückkehren.

Fuerteventuras Cabildo-Präsident Mario Cabrera bezeichnete den Besuch der Königin auf der Insel als „große Ehre“ und bedankte sich für das Interesse und die Unterstützung von Umweltprojekten durch Ihre Majestät. Die Königin besuchte während ihres Kanarenaufenthaltes auch die kleine Insel Lobos – die Insel der Mönchsrobben – nördlich von Fuerteventura.




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