Keine Medikamentenzuzahlungen für Rentner


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Zumindest in einigen Fällen und zeitlich begrenzt …

Die kanarischen Rentner zahlen seit einiger Zeit nur noch den monatlichen Höchstbetrag von 8, 18 bzw. 60 Euro – je nach ihrem Einkommen – auf ihre Medikamente, und keinen Cent mehr. Nun werden sie eventuell erst einmal nichts mehr zahlen müssen.

Schon vor Monaten hatte ein Expertenteam des kanarischen Gesundheitsressorts und der Apothekenkammer mit der Entwicklung eines Computerprogrammes begonnen, welches den Rentnern die unnötigen Unannehmlichkeiten des neuen Zuzahlungssystems ersparen sollte. Auf den Kanaren mussten rund 166.000 Patienten über 65 einen zehnprozentigen Anteil an jedem Medikament vorstrecken, die monatlichen Zuzahlungen waren jedoch – abhängig vom Einkommen – auf 8, 18 bzw. 60 Euro begrenzt. Das hatte zur Folge, dass die Rentner bis zu sechs Monate auf die Rückzahlung des zu viel gezahlten Betrages warten sollten (das Wochenblatt berichtete).

Mitte Dezember stellte Brígida Mendoza, Leiterin des Gesundheitsressorts, auf einer Pressekonferenz das neue Computerprogramm vor, welches bereits am 1. November in Betrieb genommen wurde. Laut Mendoza gehörten die kanarischen neben den galicischen und den andalusischen Rentnern zu denjenigen, die in den Apotheken derzeit am wenigsten bezahlen müssten.

Darüber hinaus gab die Gesundheitsbeauftragte der kanarischen Regierung bekannt, dass die zwischen Juli und Oktober zu viel gezahlten Beträge seit dem 3. Dezember in Form von Gutschriften auf neue Medikamentenzuzahlungen angerechnet würden, sodass in nächster Zeit die Rentner eventuell gar nichts beisteuern müssten.




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