Kanarischer Auswanderer in Venezuela ermordet


Der von La Palma stammende Unternehmer war entführt worden

Am 11. September wurden sämtliche Hoffnungen der Familie von Juan Eugenio Martín Rodríguez zunichte gemacht. Der von La Palma stammende Unternehmer, der seit 1965 in Venezuela lebte, wurde tot aufgefunden.

Caracas – In Quebrada Seco, nur wenige Kilometer von dem Ort entfernt, an dem er am 8. September entführt worden war, hatte man seine Leiche gefunden. Seine Entführer hatten ihn mit einem Kopfschuss getötet und halb verbrannt zurückgelassen.

Lösegeld war bezahlt

Die Entführer hatten 500 Millionen Bolívars, etwa 166.000 Euro Lösegeld für den kanarischen Auswanderer verlangt. Nach Angaben der venezolanischen Polizei hatte die Familie bereits rund 100.000 Euro davon für seine Befreiung bezahlt. Es wird nun vermutet, dass sich hinter der Tat noch andere Beweggründe verbergen könnten.

Die kanarische Regierung sprach der Familie ihr Beileid und ihre Solidarität aus. Martín Rodríguez war verheiratet und hatte drei Kinder. Zwei seiner Brüder leben auf Teneriffa. Ihren Aussagen zufolge plante Martín Rodríguez, in absehbarer Zeit auf die Kanarischen Inseln zurückzukehren.




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