Kanarische Regierung plant „Wal-Steuer“


Einnahmen sollen Forschung finanzieren und Erhaltung der Meeressäuger garantieren

Die kanarische Regierung plant die Verabschiedung eines Gesetzes, das die Erhebung einer Abgabe für die Beobachtung der Wale vorsieht.

Vor allem im Süden Teneriffas ist eine regelrechte Walbeobachtungs-Industrie entstanden, die jedes Jahr die Touristen zu tausenden auf das Meer bringt, um dort die eindrucksvollen Meeressäuger zu bestaunen. Die Einnahmen sollen in die Forschung über diese Tiere und ihre Arterhaltung investiert werden.

0,15 Euro pro Tourist sollen in Zukunft den verantwortlichen Schiffseignern berechnet werden, die aus der Beobachtung der Wale ein profitables Geschäft gemacht haben. Zugrunde gelegt werden jedoch nur fünf Tage pro Woche für ein halbes Jahr, statt die 365 Tage des kompletten Jahres. Bisher gibt es zwar kein Gesetz zur Regelung der wachsenden Walbeobachtungsschifffahrt, aber zwei Dekrete, die zum Schutz der Tiere erlassen wurden. Zur Zeit sind es 23 Schiffe, die regelmäßig solche Touren anbieten und dafür eine spezielle Erlaubnis des kanarischen Tourismusministeriums haben müssen. Sie dürfen unter anderem nicht näher als 60 Meter an die Meeressäuger heran, keine plötzlichen Kursänderungen vornehmen und nicht mehr als drei Schiffe auf einmal zur Walbeobachtung auf See haben.

„Es ist enorm wichtig, dass sich diese Aktivität weiter entwickelt, ohne die vorhandene Walpopulation zu gefährden“, sagt der Generaldirektor für Umwelt, Juan Carlos Moreno, und gibt sich diesbezüglich sehr zuversichtlich für die Zukunft.

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