Kanarische Polizei nimmt Zöliaker, Diabetiker und HIV-Träger auf


Anfang Dezember wurden 32 neue Beamte und vier Beamte in Führungspositionen, die von anderen Sicherheitskörpern gewechselt sind, in die Kanarische Polizei aufgenommen. Foto: Gobierno de canarias

Der regionale Polizeikörper der Kanaren ist der erste, der die entsprechende Entscheidung des Ministerrats umsetzt

Kanarische Inseln/Madrid – Bis Anfang Dezember konnten Personen mit dem HIV-Virus, Diabetes, Glutenunverträglichkeit oder Schuppenflechte keine Stelle bei den Sicherheitskräften besetzen. Knapp 7 Millionen Einwohner waren betroffen. Doch nun hat der Ministerrat entschieden, der Ausschluss sei diskriminierend und hat die Zugangseinschränkungen aufgehoben. Die Kanarische Polizei hat als erster Polizeikörper diese Verfügung umgesetzt. Nieves Lady Barreto, Leiterin der Ressorts Territorialpolitik, Nachhaltigkeit und Sicherheit, gab bekannt, im laufenden Verfahren zur Aus­-

schrei­bung von 57 Stellen bei der Kanarischen Polizei habe man die Einschränkung aus den Zugangsvoraussetzungen gestrichen. Die Bewerbungsfrist sei um zehn Tage bis zum 29. Dezember verlängert worden.

Derzeit zählt die Kanarische Polizei 104 Beamte. Die Neueinstellung der von der früheren Einschränkung befreiten 57 Anwärter wird die regionale Polizei erheblich verstärken.

Nieves Lady Barreto gab bekannt, zwar würden derzeit die Beamten auf Santa Cruz und Las Palmas verteilt, doch könnten sie im Notfall dorthin beordert werden, wo sie gebraucht werden. Langfristig wolle man jedoch auf allen Inseln fest vertreten sein.

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