Kanaren wollen AENA-Privatisierung stoppen


Die Flughäfen sollen in öffentlicher Hand bleiben

Angesichts des unmittelbar bevorstehenden Börsenganges des spanischen Flughafenbetreibers AENA, bei dem 49% des Unternehmens in die private Hand übergehen wird, kündigte die Kanarenregierung Ende Januar an, vor den Obersten Gerichtshof zu gehen.

Die Regionalregierung um Paulino Rivero will die laufende Teilprivatisierung der kanarischen Flughäfen vorläufig aussetzen lassen.

Von Anfang an hatte sich die kanarische Regierung gegen eine Privatisierung von AENA ausgesprochen. Man befürchtete eine Verteuerung der Dienstleistungen, eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und der Flughafensicherheit sowie langfristig die Schließung der Flughäfen auf La Palma, El Hierro und La Gomera. Die machen Verluste, welche bisher durch die Gewinne der Airports auf Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa ausgeglichen werden.

Domingo Berriel, Leiter des Ressorts für öffentlichen Bau, Transport und Territorialpolitik, erinnerte daran, dass es sich bei den Kanarischen Inseln um eine EU-Region in äußerster Randlage handele, in der die Flughäfen sowohl aus sozialer als auch aus wirtschaftlicher Sicht unabdingbar seien. Aus diesem Grund wolle die Regierung nun vor dem Obersten Gerichtshof die Teilprivatisierung der kanarischen Airports vorläufig stoppen. Berriel sprach sich für eine allein öffentliche Kontrolle der Flughäfen aus, plädierte jedoch gleichzeitig für eine gemeinsame Verwaltung durch Staat, Region, Gemeinde, Fluggesellschaften und Gewerkschaften.




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