Kampagne zum Schutz der Gelbschnabel-Sturmtaucher


© Cabildo Fuerteventura

Die Küste von Fuerteventura ist ein beliebter Nistplatz

Auf Fuerteventura hat das Umweltamt die diesjährige Kampagne zum Schutz der Sturmtaucher (Pardelas) gestartet. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden und der Ortspolizei sollen verunglückte Jungvögel geborgen werden, um ihr Überleben zu sichern.

Auch die Bevölkerung ist zur aktiven Mithilfe aufgerufen, wenn sie einem jungen Sturmtaucher begegnet, dessen erster Flugversuch gescheitert ist.

Die Vögel sollten möglichst nicht angefasst und auch nicht gefüttert werden. Die meisten Sturmtaucher bleiben nach einem Unfall reglos am Boden sitzen. Falls sie befördert werden müssen, sollte man sie behutsam in einen mit Löchern versehenen Karton setzen.

Der Gelbschnabel-Sturmtaucher (Calonectris diomedea), Spanisch Pardela Cenicienta, ist eine auf den Inseln seit Jahren geschützte Zugvogelart. Besonders häufig kommen diese Vögel auf Fuerteventura, Lanzarote und dem Chinijo-Archipel vor.

Sie brüten einmal pro Jahr, und jedes Paar legt nur ein einziges Ei, welches es etwa 55 Tage lang bebrütet.

Das Ei wird in eine Nisthöhle an den Klippen oder direkt auf die Felsen gelegt. Wenn das Junge im Sommer schlüpft, wird es eine lange Zeit von den Eltern versorgt, bis es flügge ist. Im Oktober verlassen die Jungvögel dann die Nistplätze.

Aufgrund seiner Gefährdung steht der Gelbschnabel-Sturmtaucher auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion.




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