Kampagne für sicheres Strandvergnügen


21% aller Fälle von Ertrinken ereigneten sich im letzten Jahr auf den Kanaren

Die Kanarenregierung hat eine Kampagne ins Leben gerufen, welche die Strände und Schwimmbäder der Inseln sicherer machen und Unglücksfällen durch Ertrinken vorbeugen soll.

Dabei soll die Eigenverantwortung der Badegäste durch Aufklärung und Ratschläge für sicheres Verhalten gestärkt werden. 

Unter dem Motto „Kanaren, 1.500 Kilometer Küste“ sind im Internet eine 20-minütige Reportage und fünf Spots von 90 Sekunden Länge verfügbar. In der Reportage (youtu.be/BuW4_NE3FNo) greifen typische Gefahrenmomente auf und erklären, wie diese zu vermeiden sind bzw. wie man sich am besten in solchen Situationen verhält. Es wird unter anderem darüber informiert, dass man nicht gegen eine Strömung ankämpfen soll, sondern Ruhe bewahren und seitlich herausschwimmen muss oder dass man auf den Felsen nicht zu dicht am Wasser stehen sollte, weil man von einer unerwartet großen Welle erfasst werden kann. Immer wieder wird auf die Notrufnummer 112 hingewiesen und auf die Notwendigkeit, eine Gefahrensituation unverzüglich zu melden.

Die Kampagne soll den Aufenthalt der jährlich 13 Millionen Besucher der Kanaren noch sicherer machen, denn viele der Unglücksfälle ereignen sich aufgrund von Unwissenheit über die möglichen Gefahren, welche die Küstenlandschaft birgt. Im Jahr 2014 ereigneten sich 21% aller Todesfälle durch Ertrinken, die in Spanien gezählt wurden, auf den Kanarischen Inseln, insgesamt 117 von 533. Durch die Videos, die für jedermann im Internet zugänglich sind, sollen die Nutzer von Stränden und Schwimmbädern aufgeklärt und in die Lage versetzt werden, selbst Unfällen vorzubeugen und auf die richtige Art und Weise zu helfen.

Auch aktuell gab es wieder Unglücksfälle am Strand. Im August ist an der Playa Bocabarranco in Telde auf Gran Canaria eine 53-jährige Deutsche ertrunken. Sie war beim Schwimmen im Meer in Schwierigkeiten geraten. Anwesende Badegäste holten sie aus dem Wasser, doch die Sanitäter konnten nur noch ihren Tod feststellen. Fünf Tage später starb an einem Strand von Corralejo auf Fuerteventura ein 35-jähriger Mann, ebenfalls durch Ertrinken. 




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