Kältester Mai seit drei Jahrzehnten


Kanarische Inseln – Dieser Mai war ungewöhnlich kalt. Das Wetteramt bestätigte nun, was Canarios, Residenten und Urlauber bereits vermutet und worüber sie sich im Mai täglich gewundert und beklagt hatten.

Nach Angaben von Aemet lag die Durchschnittstemperatur 1,2 Grad unter dem üblichen Wert. Das Wetteramt bezeichnete den Mai als vergleichsweise „sehr kalt“ auf 42% der Kanarischen Inseln, vergleichsweise als „extrem kalt“ auf 35% der Fläche des Archipels, mit dermaßen niedrigen Durchschnittstemperaturen, wie sie in den letzten drei Jahrzehnten nicht gemessen wurden.

Jesús Agüera, Vertreter der Aemet auf den Kanarischen Inseln, erklärte, in den vergangenen Jahren habe sich eine Tendenz herausgebildet, wonach die Sommerhitze immer später einsetzen und dann länger, bis in den November hinein, anhalten würde. Vom Herbst könne kaum mehr gesprochen werden. Der Juli und der August seien die zentralen Sommermonate, die sich durch mehrere Episoden mit Calima und extremer Hitze auszeichnen würden.

Den kalten Mai führte Agüera auf das Eintreffen kalter Luftmassen aus dem Norden zurück, während früher im Mai bereits warme Luft aus Afrika angekommen sei, die in diesem Jahr ferngeblieben sei.





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