Jahresrückblick 2014


© EFE

Die wichtigsten Nachrichten von den Kanarischen Inseln und aus Spanien

JANUAR

Ausgabe 198 vom 8. Januar

Geldsegen auf  Teneriffa

Im Süden Teneriffas gab es am 22. Dezember großen Jubel, als bei der Ziehung der Weihnachslotterie die Glückskombination des zweiten Preises verkündet wurde. Die Lose mit der Nummer 79712 waren allesamt in Granadilla verkauft worden.  Ein Tankstellenbesitzer hatte alle Serien dieser Nummer erworben, viele Lose davon an Mitarbeiter verschenkt und an seinen Tankstellen verkauft. Auf diese Weise verteilten sich 200 Millionen Euro der Weihnachtslotterie im Süden Teneriffas. 

Stärkstes Erdbeben des Jahrhunderts

Ende Dezember zitterte auf El Hierro wieder mehrmals die Erde. Das mit einer Stärke von 5,1 auf der Richterskala stärkste Beben wurde nicht nur von den Bewohnern der kleinsten Kanareninsel sondern auch von der Bevölkerung La Palmas, La Gomeras und Teilen Teneriffas gespürt, doch es wurde niemand verletzt und auch kein nennenswerter Schaden gemeldet.

Ausgabe 199 vom 22. Januar

Rajoy bei Obama

Zwei Jahre und 23 Tage nach seinem Amtsantritt als Regierungschef Spaniens sah Mariano Rajoy einen seiner Träume erfüllt – den Empfang durch den amerikanischen Präsidenten im sogenannten Ovalen Arbeitszimmer, dem Amtszimmer des mächtigsten Mannes der Welt.

               

Neuer Urlauberrekord

Der Tourismus boomt weltweit, und die Zahl der Reisenden in aller Welt ist 2013 im Vergleich zu 2012 um 5% gewachsen, wie die Welttourismus-Organisation mitteilte.

Fast 1,09 Milliarden Menschen packte 2013 das Reisefieber, und immerhin 60,66 Millionen davon reisten nach Spanien. Mit einem Urlauberplus von 5,6% übertrifft Spanien sogar den globalen Zuwachs von 5% und hat China überholt. Das Reiseziel España belegt nun nach den USA (67 Mio.) den dritten Platz im weltweiten Ranking.

FEBRUAR

Ausgabe 200 vom 5. Februar

Prinzenpaar eröffnet Palmetum

Teneriffas Hauptstadt ist um eine Sehenswürdigkeit reicher: Am 28. Januar wurde der Palmengarten der Stadt vom spanischen Kronprinzen Felipe und Prinzessin Letizia feierlich eingeweiht (Foto). Mit der Enthüllung einer Erinnerungstafel und der eigenhändigen Pflanzung einer Palme – passenderweise einer Jamaikanischen Königspalme – verewigte sich das Prinzenpaar im Palmetum.

 

Wiedereröffnung

Fast zwölf Jahre war La Lagunas Kathedrale, eines der Glanzstücke der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt, geschlossen. Die Sanierungsarbeiten dienten vorrangig der statischen Absicherung der Kirche, deren Kuppeldach gravierende Schäden aufwies. Am 25. Januar wurde die Kathedrale nach dem Abschluss der Bauarbeiten vom spanischen Kultusminister José Ignacio Wert wiedereröffnet.

Ausgabe 201 vom 19. Februar

Schnee, Sturm und Hagel im Ferienparadies

Ein Tief mit Polarluft, das über dem Atlantik auf das Azorenhoch traf, hat am 15. und 16. Februar für einen Temperaturabfall gesorgt und die Berge von Teneriffa, Gran Canaria, La Palma und sogar La Gomera mit Schnee bedeckt.

Vom Norden Teneriffas aus bot sich am Montag nach dem verregneten und stürmischen Wochenende ein ungewöhnlicher Anblick, denn nicht nur der Teide tauchte tief verschneit aus den Wolken auf, auch an den Hängen oberhalb des Orotavatals war der Schnee liegengeblieben. Das Wetteramt meldete, dass die Schneefallgrenze auf Teneriffa bis auf 1.300 m gesunken war.

Prinzessin vor Gericht

Sechs Stunden dauerte die Befragung von Prinzessin Cristina vor dem Gericht in Palma. Sie wird der Beteiligung an Steuerhinterziehung und Geldwäsche in Zusammenhang mit den Firmen ihres Ehemannes Iñaki Urdangarin verdächtigt.

MÄRZ

Ausgabe 202 vom 5. März

Trinkwasser-Probleme

Das Cabildo und die elf von Trinkverboten betroffenen Gemeinden haben einen Zweijahresplan ausgearbeitet, um anhand verschiedener Maßnahmen kurzfristig den Fluorid-Überschuss im Leitungswasser abzubauen. Unmittelbar nach dem Beschluss verhängte das Gesundheitsamt zum wiederholten Male ein Konsumverbot wegen Verunreinigungen des Wassers in einigen Stadtteilen von Puerto de la Cruz.

Sprung von der Aida

Während die AIDAstella in La Palma vor Anker lag, sorgte ein deutscher Passagier für Aufregung. Der angetrunkene junge Mann sprang von Deck sieben in das Hafenbecken und ließ sich dabei von seinen Reisegefährten filmen. Als der Wagemutige danach nicht mehr auftauchte, wurde der Notruf alarmiert und eine Suchaktion eingeleitet, die den Spaßvogel nun teuer zu stehen kommen könnte.

Ausgabe 203 vom 19. März

10. Jahrestag der Madrider Anschläge

Am 11. März erinnerten in Madrid mehrere Gedenkveranstaltungen an die Opfer der fürchterlichen Terroranschläge vor 10 Jahren.

Hauptakt der Gedenkveranstaltungen war eine Messe in der Almudena-Kathedrale in Madrid, an der das spanische Königspaar, Prinzessin Letizia und Prinzessin Elena, Ministerpräsident Rajoy und über 100 Vertreter verschiedener Parteien teilnahmen.

Kulturprotest

Tausende demonstrierten in der spanischen Hauptstadt am 16. März gegen die Sparpolitik der Regierung, von der insbesondere das Kulturwesen betroffen ist. Stimmgewaltig wurde der Protest als über 1.000 Sänger den Gefangenenchor aus Nabucco anstimmten.

Über 90 Künstler- und Berufsverbände hatten zu dem Hilferuf der Kultur aufgefordert.

APRIL

Ausgabe 204 vom 2. April

Abschied vom Architekten der Demokratie

Am 23. März verstarb in Madrid Adolfo Suárez González, der „Vater der spanischen Demokratie“, der das Land nach der Franco-Diktatur regierte. Zwei Tage nach seinem Tod wurde der ehemalige Ministerpräsident in der Kathedrale von Ávila beigesetzt. Zuvor hatten Tausende Spanier in Madrid Abschied von dem beliebten Staatsmann genommen, der im Kongress aufgebahrt war.

Die Anerkennung des spanischen Volkes für die außerordentlichen Verdienste dieses charismatischen Politikers, der Spanien in die Demokratie führte, wird in der Umbenennung von Plätzen und Straßen im Lande und sogar des Madrider Flughafens ihren Niederschlag finden.

Ausgabe 205 vom 16. April

Prominente Urlauber

Der britische Premierminister David Cameron gilt als Spanienfan und hat schon des Öfteren Familienurlaub in Feriengebieten Südspaniens oder auf den Balearen verbracht. Dieses Jahr verbringt Familie Cameron Ostern auf Lanzarote.

Auf Fuerteventura bereitet sich unterdessen Formel-1-Star Jenson Button auf die Teilnahme am Insel-Triathlon am 26. April vor.

Top-Buchungslage

Die Tourismusbranche reibt sich die Hände. Beide kanarischen Hotelverbände erwarten eine „ausgezeichnete“ Auslastung der Ferienunterkünfte über die Feiertage. Teneriffas Hotels und Apartments werden nach Auskunft von Ashotel-Präsident Marichal zu fast 90% ausgebucht sein. Durch eine leichte Anhebung der Preise verspreche sich der Sektor auch eine Verbesserung der Rentabilität, fügte er hinzu. 

MAI

Ausgabe 206 vom 7. Mai

Bundesverdienstkreuz

Teneriffas ehemaliger Cabildopräsident Ricardo Melchior ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

Damit werden seine jahrzehntelangen Bemühungen um die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Teneriffa und seine Unterstützung der deutschen Gemeinschaft auf der Insel anerkannt.

Spendenrekord

Seit das Wochenblatt im November 2009 seine Aktion „Aus Geben wächst Segen“ ins Leben gerufen hat, spendeten Leser und Freunde die unglaubliche Summe von mehr als hunderttausend Euro. Damit konnten in den vergangenen viereinhalb Jahren viele Einrichtungen unterstützt werden, die sich für in Not geratene Familien und insbesondere für Kinder einsetzen, für die nicht die allernotwendigste Versorgung zur Verfügung steht.

Ausgabe 207 vom 21. Mai

48 Blaue Flaggen

Die Stiftung für Umwelterziehung (FEE) verteilt dieses Jahr 48 ihrer begehrten „Blauen Flaggen“ auf den Kanaren, zwei mehr als im vergangenen Jahr. Damit nehmen die Inseln den dritten Platz im Ranking der spanischen Regionen mit der größten Zahl von Stränden mit diesem Umweltsiegel ein.

Mord auf offener Straße

Isabel Carrasco Lorenzo, Präsidentin des Abgeordnetenhauses und der PP in Kastilien und León, wurde auf offener Straße durch mehrere Schüsse aus einem Revolver niedergestreckt. Als Täterinnen konnten zwei Frauen – Mutter und Tochter – verhaftet werden. Offenbar handelte es sich um einen Racheakt. Eine der Täterinnen war angeblich in ihrer Laufbahn immer wieder von der Politikerin ausgebremst worden.

Teurer Warenkorb

Eine Studie des Internetportals Kelisto.es hat aufgezeigt, dass der kanarische Warenkorb zu den teuersten Spaniens gehört. Andererseits sind die Gehälter im landesweiten Vergleich gering.

JUNI

Ausgabe 208 vom 4. Juni

Generationswechsel im Königshaus

Mehr als 39 Jahre war Juan Carlos de Borbón König von Spanien. Nun hat er zugunsten seines Sohnes abgedankt. Prinz Felipe wird den Thron übernehmen.

In einer Fernsehansprache von knapp zehn Minuten erklärte der Monarch am 2. Juni seine Entscheidung. Spanien durchlebe gerade eine schwere Wirtschaftskrise und müsse nun von einer jüngeren Generation mit neuer Energie geführt werden, sagte König Juan Carlos unter anderem.

Grünes Licht

Das zuständige Ministerium hat Ende Mai ein positiv ausgefallenes Umweltgutachten erlassen und das größte Hindernis für die von Repsol nur 60 km vor der Küste von Lanzarote geplanten Sondierungen aus dem Weg geräumt.

Ausgabe 209 vom 18. Juni

Lösung gefunden

Puerto de la Cruz‘ Probleme mit dem Leitungswasser scheinen bald beendet zu sein: Die Installation der Wasserfilter soll vorzeitig abgeschlossen sein, und der Bau eines neuen Beckens in La Vera ist beschlossene Sache.

Massiver Protest

Unter dem Motto „Die Kanaren – eine Stimme gegen die Erdölsuche“ zogen am 7. Juni 217.000 Menschen durch die kanarischen Städte und protestierten friedlich gegen die Ölsuche und -förderung vor den Küsten, für einen Energiewandel und den Schutz von Natur und Tourismus. Auch auf dem Festland und im europäischen Ausland, wie beispielsweise in Berlin, fanden kleinere Demonstrationen statt.

JULI

Ausgabe 210 vom 2. Juli

El Hierro schafft die Energiewende

Seit drei Jahrzehnten verfolgte El Hierro das ehrgeizige Ziel, die weltweit erste energieautarke Insel zu werden. Ende Juni ging mit der Inbetriebnahme des technisch ausgeklügelten Windwasserkraftwerks der Traum in Erfüllung.  Durch die Nutzung sauberer Energien kann die Insel mit ihren circa 10.000 Einwohnern künftig fast gänzlich auf fossile Energie verzichten und gilt damit als weltweit vorbildlich.

Spaniens neuer König Felipe VI. trat sein Amt an

Mit großem Applaus haben die Spanier ihren neuen König begrüßt, doch Felipe VI. weiß genau, dass viele Bürger die Monarchie inzwischen äußerst kritisch sehen. Er werde für alle Spanier da sein, ihnen Aufmerksamkeit schenken, und er werde versuchen, sie zu verstehen, versprach er dann auch in seiner Antrittsrede.

Ausgabe 211 vom 16. Juli

Arbeitsmarktlage bleibt kritisch

Während Umfragen belegen, dass die Arbeitslosigkeit weiterhin zu den Hauptsorgen der Spanier gehört, besetzen die Kanarischen Inseln fast in allen Statistiken und Rankings die hintersten Plätze. Die Lage ist weiterhin katastrophal.

Zwar ging die Zahl der beim Arbeitsamt gemeldeten Arbeitslosen laut dem Arbeitsministerium im Juni im Vergleich zum Vormonat um fast 4.350 zurück, trotzdem sind immer noch 270.000 Canarios ohne Beschäftigung und auf Stellensuche.

AUGUST

Ausgabe 212 vom 6. August

Kommt die Nationalparkgebühr?

Der kanarische Gemeindebund hat sich deutlich für die Einführung einer Nationalparkgebühr für Touristen ausgesprochen. Die Mitglieder der Nationalpark-Kommission des Bundes raten angesichts der angespannten Finanzlage dazu. La Orotavas Bürgermeister Francisco Linares, den die Angelegenheit besonders betrifft, denn große Teile des Teide-Nationalparks liegen in seiner Gemeinde, hat sich bereits wiederholt und deutlich für die Einführung einer Abgabe ausgesprochen, die sich seiner Meinung nach jeder Tourist leisten könnte.

Zuwanderer verlassen das Land

Die Wirtschaftskrise hat zu einer massiven Abwanderung einstiger Einwanderer geführt. Seit 2012 nimmt die Bevölkerungszahl kontinuierlich ab, nicht nur, weil immer mehr Spanier Arbeitsstellen im Ausland annehmen, sondern vor allem, weil enttäuschte Einwanderer auf der Suche nach einer besseren Zukunft in ihre Heimatländer zurückkehren.

Ausgabe 213 vom 20. August

Humboldtblick dicht

Nach knapp vier Jahren in Betrieb sind das Café und das Restaurant am Humboldtblick in La Orotava erneut geschlossen worden. Damit ist auch die Aussichtsterrasse, die den herrlichen Blick über das Tal und auf den Teide bietet, der einst durch die Beschreibung Alexander von Humboldts berühmt wurde, nicht mehr zugänglich.

Schnellstraße offen

Ende Juli wurde nach mehrmonatigen Verzögerungen endlich die Teilstrecke des Inselstraßenringes von Teneriffa zwischen Buen Paso (Icod de los Vinos) und El Tanque eröffnet.

Koks auf Schulschiff

Die 85. Ausbildungsfahrt des spanischen Segelschulschiffs Juan Sebastián de Elcano ist überschattet von einem Skandal, der einzigartig ist in der  Geschichte des stolzen Viermastrahschoners.

Drei Mitglieder der Besatzung hatten 147 Kilogramm Kokain an Bord geschmuggelt.

SEPTEMBER

Ausgabe 214 vom 3. September

Unterschätzte Naturgewalt

Trotz ausdrücklicher Warnung des Wetterdienstes, der Ende August „Alarmstufe gelb“ für die Südküsten der Inseln ausgerufen hatte, kam es zu mehreren tragischen Unfällen. An den Stränden signalisierten die roten Fahnen Gefahr und Badeverbot. Dies hielt jedoch etliche Strandbesucher nicht davon ab, im Meer zu baden. In nur zwei Tagen kamen bei Badeunfällen auf den Kanaren drei Menschen ums Leben. 

Gemeinsam auf dem Jakobsweg

Über den hohen Grad der Übereinstimmung – nicht nur auf politischer Ebene – freute sich die deutsche Kanzlerin nach ihrem zweitägigen Besuch in Galiciens Hauptstadt Santiago de Compostela, der Heimat des spanischen Ministerpräsidenten. Gemeinsam mit Mariano Rajoy hatte sie ein Teilstück  des Jakobswegs erwandert (Foto) und sich mit ihm unterhalten.

Ausgabe 215 vom 17. September

Neuer Spitzenkandidat

Fernando Clavijo (43) ist der neue Spitzenkandidat der Coalición Canaria (CC) für die Regionalwahlen 2015. Bei einer Urwahl seiner Partei gewann er gegen den amtierenden Regierungschef Paulino Rivero. Damit ist der Generationswechsel in der Partei auf Teneriffa komplett.

Verlangen nach Selbstbestimmung

 

Die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens haben durch die Massenkundgebung bei der Diada, dem Regionalfeiertag am 11. September, erneut einen Impuls erhalten.

Hunderttausende drängten sich auf einer Strecke von elf Kilometern auf den beiden Hauptverkehrsadern der Stadt, um die Forderung nach einer Volksabstimmung zu unterstützen.

OKTOBER

Ausgabe 216 vom 1. Oktober

Treffen der Superhirne

Das Festival Starmus rückte Teneriffa im September zum zweiten Mal in den Fokus der internationalen Wissenschaftswelt. Die Konferenzreihe mit illustren Gästen, ein ganz besonderes Konzert und eine herausragende Schlussveranstaltung mit Stargast Stephen Hawking (Foto) zogen die Aufmerksamkeit auf sich.

Baustart

Die Bauarbeiten für das neue, hochmoderne Kreuzfahrtterminal im Hafen von Santa Cruz de Tenerife haben begonnen. Zunächst werden die alten Gebäude, die auf dem Gelände stehen, abgerissen. Schon für die kommende Saison 2015/16 soll das neue Gebäude fertig sein.

Ausgabe 217 vom 22. Oktober

Überschwemmungen

Der erste Regen des Herbstes fiel stärker aus als angekündigt. Obwohl das Wetteramt für den 19. Oktober eine Niederschlagswarnung herausgegeben hatte, waren selbst die Experten überrascht, als auf Teneriffas Hauptstadt in kürzester Zeit 140 Liter pro Quadratmeter niedergingen. Eine Frau starb bei dem Versuch, eine überflutete Straße zu überqueren. Die Sachschäden gehen in die Millionen.

Puerto de la Cruz trauert um Bürgermeister Brito

Die Nachricht vom plötzlichen Tod des Bürgermeisters erschütterte am 16. Oktober die Gemeinde Puerto de la Cruz auf Teneriffa. Marcos Brito Gutiérrez wurde tot in der Küche seines Hauses aufgefunden. Parteikollegen von Coalición Canaria (CC) und Politiker anderer Parteien und Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft kamen am 17. Oktober nach Puerto de la Cruz, um von Marcos Brito Abschied zu nehmen.

NOVEMBER

Ausgabe 218 vom 5. November

Schlemmer-Markt

Teneriffa hat einen neuen Treffpunkt für Feinschmecker und Genießer. Nach zähem Ringen um die Finanzierung hat am 27. Oktober der Gourmet-Markt „Mercado San Pablo“ in La Lagunas Zentrum seine Türen geöffnet. Das vielseitige Angebot reicht von kanarischen Spezialitäten und spanischen Schinkendelikatessen (Foto) über einen deutschen Bäcker bis hin zu Meeresfrüchten und Sushi.

Nachweis entfällt

Seit dem 1. November müssen Reisende, die den ermäßigten Flug- und Fährpreis für kanarische Residenten zahlen, die Reise-Einwohnermeldebestätigung des Ayuntamientos nicht mehr vorlegen.

Ausgabe 219 vom 19. November

Start der Probebohrungen

Trotz massiver und wiederholter Proteste auf allen Inseln und der entschiedenen Ablehnung durch die kanarische Regierung, einschließlich weiter Teile der Opposition, hat das Bohrschiff von Repsol am 18. November seine Arbeit aufgenommen. Es wird den Meeresgrund östlich der Kanaren perforieren, um festzustellen, ob dort Erdöl lagert und sich die Förderung lohnt.

Bei der Ankunft traf das Bohrschiff zunächst in seinem Zielgebiet auf ein Aktionsschiff der Umweltorganisation Greenpeace, welches eine friedliche, wenn auch gewagte Protestaktion geplant hatte. Im Verlauf der Ereignisse kam es zu einer brutalen Konfrontation zwischen der spanischen Marine und den Umweltaktivisten (Foto). Eine junge Frau wurde dabei ernsthaft verletzt.

Honorarkonsulat in Santa Cruz wird geschlossen

Das Honorarkonsulat in der Calle Costa y Grijalba in Santa Cruz de Tenerife wird geschlossen.

Honorarkonsul Ingo Pangels wird zum Jahresende 2014 die Vertretung der Bundesrepublik Deutschland an seinen Nachfolger übertragen.

DEZEMBER

Ausgabe 220 vom 3. Dezember

75% der Bevölkerung lehnen die Erdölsuche ab

In dem erbitterten Streit zwischen Regional- und Zentralregierung um die Probebohrungen des Ölkonzerns Repsol hatte Letztere zunächst einen Sieg errungen, als das Verfassungsgericht die geplante Volksbefragung vorläufig stoppte. Kanarenpräsident Paulino Rivero, der die öffentliche Meinung hinter sich weiß, ließ sich jedoch nicht entmutigen und zumindest eine groß angelegte Umfrage durchführen. Dabei zeigte sich, dass mit 75,4% eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gegen eine zukünftige Förderung von Erdöl in den Gewässern der Kanaren eingestellt ist.

Stürmisches Herbstende

Auf den Tag genau neun Jahre nach dem verheerenden Tropensturm Delta traf erneut ein Sturmtief auf die Kanaren und weckte die Erinnerungen an die damals angerichtete Verwüstung. Diesmal hielt sich der Schaden allerdings in Grenzen. Stornierte Flüge und unterbrochene Seeverbindungen, entwurzelte Bäume und umgestürzte Schilder hatte das dritte Sturmtief des Herbstes auf den Kanaren zur Folge. Aufsehenerregend waren die bis zu sechs Meter hohen Wellen, die über die Inselküsten hereinbrachen und in zahlreichen Orten die Uferstraßen fluteten.

Teide Ausstellung

Nach zehnjähriger Wartezeit ist in La Orotava endlich die interaktive und didaktische Ausstellung im Besucherzentrum des Teide-Nationalparks eröffnet worden. Hier kann der Besucher nun eine Erkundungstour „Vom Meer zum Teide“ unternehmen.

„Podemos“ – ja wir können

Die Protestpartei „Podemos“mit Politikdozent Pablo Iglesias an der Spitze legt laut den Umfragen derzeit einen raketenähnlichen Aufstieg hin.

Nach der neuesten Umfrage steht die von Pablo Iglesias angeführte Partei in der Wählergunst ganz oben – 2% vor der PP und 7% vor den Sozialisten.




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.