Involcan leistet „Nachbarschaftshilfe“ auf der Kapverdeninsel Fogo


© Involcan

Das Kanarische Vulkanologische Institut misst die Schwefel-Emissionen des Vulkanausbruchs am Pico Pequeno

Auf den Kapverden ist zurzeit ein Team von Wissenschaftlern des Kanarischen Vulkanologischen Instituts „Involcan“ im Einsatz. Auf Wunsch der Universität der Kapverden (Uni-CV) unterstützt es die wissenschaftliche Arbeit an dem Vulkanausbruch, der auf der Insel Fogo seit dem 23. November im Gange ist.

Kapverden – Unter anderem untersuchen die kanarischen Wissenschaftler die zeitliche Entwicklung der Schwefeldioxid-Emissionen (SO2) aus dem neuen Vulkankegel des Nebenvulkans „Pico Pequeno“ am Vulkankegel Fogo.

Aufgrund der Messungen schätzt man, dass in den ersten 30 Tagen des Ausbruchs 220.000 Tonnen Schwefeldioxid in die Atmosphäre geschleudert wurden. Auf der Basis dieses Wertes wiederum können Rückschlüsse auf die Menge Magma gezogen werden, die bisher an die Oberfläche getreten ist. Demnach hat der Pico Pequeno in den ersten 30 Tagen zwischen 35 und 40 Millionen Kubikmeter Lava ausgestoßen. So geben die gemessenen Veränderungen der SO2-Emissionen Auskunft über Veränderungen der Magmamenge, die der Vulkan hervorbringt.

Zur Messung der Emissionen werden fernoptische Sensoren des Typs minDOAS genutzt, die auf Fahrzeugen montiert sind. Für eine akkurate Messung muss dabei auch die Windrichtung und -geschwindigkeit an den Messpunkten ermittelt werden.

Involcan verfügt über weitgefächerte Erfahrung in der länderübergreifenden wissenschaftlichen Zusammenarbeit in vulkanisch aktiven Regionen und hat in den letzten 15 Jahren an Projekten in über zwanzig Ländern mitgewirkt. Darunter sind Deutschland, die Azoren, die Kapverden, Kamerun, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, die Philippinen, Frankreich, Galapagos, Guatemala, Äquatorial Guinea, Island,Italien, Japan, Mexiko, Nicaragua, Papua-Neuguinea, der Kongo, Ruanda und natürlich Spanien und auf den Kanaren selbst.




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