Inhalierbares Insulin auch auf den Kanarischen Inseln erhältlich


Seit Juni ist das Insulin-Aerosol in Spanien zugelassen

Ab sofort können Diabetiker in kanarischen Apotheken das neue inhalierbare Insulin beziehen, das seit dem 12. Juni in Spanien zugelassen ist. Teneriffas Apothekerkooperative Cofarte teilte mit, dass das Produkt bereits im Angebot ist, jedoch noch keine Nachfrage registriert wurde.

Dies liege vermutlich daran, dass erst in etwa zwei Wochen die ersten Rezepte ausgestellt werden. Das neue Insulin im Inhalationsapparat ersetzt zwar nicht das herkömmliche, subkutan injizierte Insulin, ist aber zur Behandlung von Diabetes des Typs 1 und 2 äußerst wirksam und wird nach Auskunft der Fachärzte zur Steigerung der Lebensqualität beitragen. Dieses Insulin wird mit Hilfe eines Inhalators eingeatmet. Über die Lungenalveolen gelangt es relativ schnell ins Blut.

Alfonso José López Alba, Arzt in der Universitätsklinik HUC, erläuterte, dass Rezepte für dieses Insulin nur von einem Facharzt und nicht vom Hausarzt ausgestellt werden können. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt zwar die Kosten für das Insulin, nicht aber die für den Inhalator.

„Es ist, als ob die Kasse das Insulin, aber nicht die Spritzen und Nadeln zahlen würde“, sagt Manuel Díaz, Präsident des Apothekerverbands von Teneriffa. Im Vergleich zum subkutan injizierten Insulin ist das inhalierbare Insulin erheblich teurer.




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