Immobilienverkäufe an Ausländer nehmen weiter zu


Insbesondere der Süden Gran Canarias (auf dem Bild Maspalomas) und Teneriffas sowie Lanzarote ziehen Investoren an. Foto: www.fotosaereasdecanarias.com

2017 gingen mehr als 30% der verkauften Immobilien an Nicht-Spanier über

Kanarische Inseln – 31,35% der Immobilien, die im vergangenen Jahr auf den Kanarischen Inseln verkauft wurden, gingen in die Hände ausländischer Käufer über. Mit diesem Prozentsatz führt die Region im landesweiten Ranking, was das Interesse ausländischer Immobilienkäufer angeht, mit knappem Vorsprung noch vor den Balearen, wo 31,27% der Immobilien, die 2017 den Besitzer wechselten, an Nicht-Spanier übergingen. Laut dem Jahresbericht der spanischen Grundbuchführer über das Geschehen auf dem Immobilienmarkt in Spanien war das Jahr 2017 außerordentlich, was die Zahl der Immobilientransaktionen angeht.

Das Klima und die Küste wirken auf den Kanaren als Hauptanziehungspunkte für Ausländer, ebenso wie auf den Balearen und in der Region Valencia, die mit 26,04% den dritten Platz im Ranking belegt.

Ramón Pérez, Präsident des Verbands der Bau- und Investmentunternehmer der Kanaren (Aempic), erklärte, dass die steigende Tendenz seit 2013 anhält, jedoch zwischen den Ergebnissen der Jahre 2016 und 2017 nur wenig Unterschied festzustellen ist. Besonders der Süden von Teneriffa und Gran Canaria sowie Lanzarote – wo laut seinen Schätzungen die Zahl der Immobilienverkäufe an Ausländer bei über 45% liegen könnte – seien bevorzugte Gebiete für ausländische Investoren.

Wie Ramón Pérez weiter mitteilte, zeigen zunehmend auch Staatsbürger aus Ländern, deren Aufmerksamkeit früher fast ausschließlich Immobilien in Gebieten wie Marbella galt, Interesse an den Kanarischen Inseln. Russland und Litauen reihen sich unter die Herkunftsländer der traditionellen ausländischen Immobilienkäufer auf den Kanaren – Skandinavien, Großbritannien, Deutschland – ein.

Im vergangenen Jahr wechselten auf den Kanarischen Inseln 23.286 Wohnungen und Häuser den Besitzer, 12,05% mehr als 2016. Während Branchenexperten feststellen, dass die Zahl der Käufer, die eine Wohnung oder ein Haus als Eigenheim erwerben, in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist, wird gleichzeitig festgestellt, dass es nahezu keine Käufer mehr mit geringem Einkommen und ohne Ersparnisse gibt.

Eine deutliche Veränderung auf dem Immobilienmarkt hat in den letzten Jahren auch der Trend der Ferienvermietung bewirkt. Häuser, Wohnungen und Apartments in Gebieten, wo nationale wie internationale Investoren eine hohe Rentabilität bei der Vermietung von Ferienunterkünften vermuten, sind begehrt und die Verkäufe in diesen Gebieten gestiegen. Ramón Pérez rechnet in den nächsten zwei Jahren auf den Kanaren, bedingt durch die Ferienvermietung und auch die attraktive Langzeitvermietung, mit einem Preisanstieg der Wohnimmobilien von 10 bis 15%.

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