Hotels in den geschützten Dünen von Corralejo müssen nun doch abgerissen werden


© Moisés Pérez

Vor Ablauf von zehn Jahren

Nach jahrelangen Verhandlungen mit der Hotelkette RIU hatte das Umweltministerium endlich Erfolg: Noch vor Ablauf von zehn Jahren sollen die beiden RIU-Hotels Tres Islas und Oliva Beach abgerissen werden. Grund ist die Tatsache, dass die beiden Hotels mitten in den Sanddünen im Naturpark von Corralejo im Norden Fuerteventuras gebaut wurden.

Im Rahmen des Abkommens zu dem das Ministerium mit RIU gelangt ist, wurde außerdem vereinbart, dass die kleine Nebeninsel Los Lobos, derzeit Eigentum des Hotelunternehmens, wieder als „öffentliches Eigentum“ an den Staat zurückgeht.

Nach dem Abriss der Hotels sollen die freigewordenen Grundstücke wieder weitgehend zu ihrem natürlichen Zustand zurückgeführt werden, so dass alle Besucher und Badegäste des Naturparks an der Küste in den Genuss der Schönheit dieser Landschaft kommen.

Die Hotels Oliva Beach und Tres Islas wurden vor über 30 Jahren gebaut. Damals gehörten die Grundstücke der Kategorie „urbaner Boden“ an und waren nicht, wie heute, als „öffentliches Eigentum am Meeresstrand und Land“ ausgewiesen.

Da beim Bau der Hotels der berühmte kanarische Künstler César Manrique mitgewirkt hatte, war versucht worden, die Gebäude als „Gut von kulturellem Interesse“ deklarieren zu lassen und somit vor dem Abriss zu schützen. Jedoch ohne Erfolg, zumindest in diesem Fall hat einmal die Natur gewonnen.




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