Hoteliers lehnen Tourismus-Steuer ab


Archivbild von Román Rodríguez (NC). Foto: EFE

Román Rodríguez will die Qualität im Tourismusbereich verbessern

Kanarische Inseln – „Wir müssen das Wachstum stoppen, weil sinnloses Wachstum schlecht für die Zukunft ist. Ich bin nicht damit einverstanden, dass die jährliche Urlauberzahl auf 20 Millionen steigt,“ ließ Román Rodríguez, Präsident und Sprecher der kanarisch-nationalistischen linken Partei Nueva Canarias (NC), Ende März bei der Debatte im Regionalparlament verlauten. Er verurteilte das aktuelle und „nicht nachhaltige“ Tourismusmodell, das seiner Ansicht nach mehr auf Quantität als auf Qualität basiere. Als erste Maßnahme, um die Qualität des wichtigsten Wirtschaftszweiges der Inseln zu verbessern, schlug Rodríguez die Einführung einer Tourismus-Abgabe für Besucher vor. Die zusätzlichen Einnahmen sollten für die Erneuerung der Urlaubsorte und die Förderung der „Nachhaltigkeit“ im Tourismus verwendet werden.

Daraufhin meldeten sich die Vertreter der Hotelverbände Feht und Ashotel zu Wort, die die Einführung einer Tourismus-Abgabe „absurd“ nannten und weit von sich wiesen. José María Mañaricua, Präsident des Hotelverbandes der Provinz Las Palmas de Gran Canaria (Feht), und Juan Pablo González, Geschäftsführer des Hotelverbandes der Provinz Santa Cruz de Tenerife (Ashotel), bestätigten, dass sich die Erholung der Konkurrenzziele Ägypten, Griechenland und Türkei bereits auf den kanarischen Urlaubermarkt auswirke. Demnach sei die Buchung von Urlaubspaketen für die Sommersaison im Vergleich zum Vorjahr um 25% auf Gran Canaria und um 22% auf Teneriffa zurückgegangen. Statt einer Steigerung würden nun weniger Urlauber kommen; die Einführung einer Touristen-Abgabe könne sich negativ auswirken.

Bei einem Treffen mit Asier Antona, dem Leiter der PP auf den Kanaren, forderten sie mehr Einsatz der Politiker für die Verbesserung der Anbindungen, gegen eine Anhebung der Flughafengebühren und für eine Erhöhung der Investitionen in öffentliche und private Infrastrukturen.




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