Heilwasser von außergewöhnlicher Qualität


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Die „Heilige Quelle“ von Fuencaliente soll aktiviert werden

Vor Jahrhunderten genoss die „Fuenta Santa“, die heilige Quelle an der Südspitze von La Palma, den Ruf, viele Leiden zu lindern oder zu heilen.

Der Ort selbst erhielt von ihr seinen Namen: Fuencaliente, auch wenn er heute als „Los Canarios“ ausgeschildert ist. Ein Vulkanausbruch verschüttete die Heilquelle, bis sie vor einigen Jahren durch Grabungen wiederentdeckt wurde. Dennoch ist ihr Dornröschenschlaf noch nicht zu Ende, da sich die Behörden der „Isla bonita“ nicht über eine adäquate Nutzung des heilenden Wassers einigen konnten.

Das soll sich jedoch ändern, ginge es nach dem Wunsch einer neuen Unternehmervereinigung, die die Einrichtung eines Heilbades anstrebt. Die Präsidentin dieser Vereinigung, Elba Leandro, nimmt Bezug auf eine Studie, die kürzlich im Rahmen einer vulkanologischen Tagung des ITER-Instituts in Puerto de la Cruz vorgestellt wurde. Darin wurde das Wasser der Quelle als „ausgezeichnet und einmalig in seinen Eigenschaften in Spanien sowie unter den besten im europäischen Raum“ bezeichnet. Auch auf das Vorkommen des Edelgases Radon wurde hingewiesen.

Elba Leandro möchte damit der Insel La Palma ein weiteres Tourismussegment hinzufügen und den Markt der Balneotherapien erschließen, der sich in Europa großer Beliebtheit erfreut. Dazu muss die Idee zunächst einmal propagiert werden, in Zusammenarbeit mit der kanarischen Regierung, dem Cabildo der Insel und der Gemeinde, wobei man an die frühere Berühmtheit der „Heiligen Quelle“ anknüpfen kann.

Leandro betont auch die Schaffung von Arbeitsplätzen durch eine Heilbad-Anlage, sei sie nun klein oder groß, sowie die Möglichkeit, dank des güns­tigen Klimas Anwendungen und Therapien auch unter freiem Himmel ganzjährig anbieten zu können. Gleichzeitig gibt sie zu bedenken, dass die Realisierung dieser Idee natürlich „große Investitionen und viel Zeit“ erfordere. Hinderlich seien auch die Konkurrenz entsprechender Bäder in Spanien und Europa sowie „die traurige Tatsache, dass solche Therapien nicht von der Sozialversicherung getragen werden“. Begleitet werden könnte das Heilbad-Projekt durch einen kanarischen Lehrstuhl für medizinische Wasseranwendungen.




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