„Große Probleme“


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Kanaren wollen Agentur für Nachhaltige Entwicklung und Klimawandel gründen

Am 16. April verabschiedete das kanarische Parlament die Gründung einer „Agentur für Nachhaltige Entwicklung und Klimawandel“.

Bis auf die konservative Volkspartei (PP), die Sorgen anmeldete, die Agentur könne die wirtschaftliche Entwicklung bremsen, stieß das Vorhaben auf breite Zustimmung.

Die Agentur soll Strategien, Handlungspläne und sonstige Orientierungshilfen ausarbeiten, um sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich dem Klimawandel entgegenzuwirken und den Archipel den Auswirkungen anzupassen, die nicht mehr abzuwenden sind.

Weit aus dem Fenster lehnte sich die PP mit ihrer Kritik an der geplanten Agentur. So erklärte der PP-Abgeordnete Manuel Fernández, er sei nicht besonders glücklich über die Gründung einer „Behörde“ auf den Inseln, ganz abgesehen davon, dass er „ernsthafte Zweifel an der Existenz des Klimawandels“ hege. Die Aktionen, die man, wenn überhaupt, auf Regionalebene gegen den Klimawandel durchführen könne, seien auf globaler Ebene „unmerklich“, würden aber im lokalen Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung „große Probleme“ bereiten.

CC-Abgeordneter José Miguel González setzte dem entgegen, es könne ja unterschiedliche Meinungen über den Klimawandel geben, es bestünde jedoch nicht der geringste Zweifel an der Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung und genau dazu solle die Agentur beitragen. Die heutige Generation habe die moralische und ethische Verpflichtung, die Inseln für die nachfolgenden Generationen im bestmöglichen Zustand zu erhalten, so auch der Sozialist Manuel Fajardo.




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