Großangelegte Demos gegen Ölsondierungen


© EFE

Auf Fuerteventura, Lanzarote und Gran Canaria gingen die meisten Bürger auf die Straße

Auf allen Inseln haben am 18. Oktober Tausende Bürger gegen die bevorstehenden Probebohrungen vor Fuerteventura und Lanzarote demonstriert, die dem Repsol-Konzern von der Zentralregierung genehmigt worden sind.

Schätzungsweise 30.000 Menschen versammelten sich mit Plakaten, die eine schwarze Hand zeigen, über alle

Inseln verteilt. Die größten Demonstrationen fanden in Arrecife auf Lanzarote (etwa 9.000), Puerto del Rosario auf Fuerteventura und Las Palmas auf Gran Canaria, (je 8.000) statt, die kleinste mit 150 Protestlern auf der „achten Kanareninsel“ La Graciosa. Allenthalben war zu lesen und zu hören: „¡Aquí vivimos, aquí decidimos!“ – Hier leben wir, hier entscheiden wir!

Auch der Präsident der Kanaren, Paulino Rivero, nahm an der Demonstration teil, die auf der kleinen, Lanzarote vorgelagerten Insel La Graciosa abgehalten wurde. Er bezeichnete die Behandlung, die die spanische Zentralregierung der Autonomen Region Kanarische Inseln angedeihen lässt, als demütigend, weil diese das Ölförderungsprojekt entgegen den massiven Protesten von Regionalregierung und Bürgerschaft durchsetzt, obwohl andernorts, vor Málaga, gerade ein ähnliches Vorhaben untersagt wurde. Rivero vertritt die Ansicht, dass die Erdölförderung, entgegen der Argumentation der Befürworter, den Kanarischen Inseln keinen Reichtum bringen wird. Um das zu erkennen brauche man nur nach Nigeria, Mexiko oder Venezuela zu schauen.

Zu den Protesten gegen die Ölförderung in kanarischen Gewässern gibt es eine deutschsprachige Facebookseite unter dem Namen „Save Canarias Deutschland“.




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