Grippe-Impfungen empfohlen


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Die Inseln verfügen seit April über einen Präventionsplan gegen die Vogelgrippe

Die Generaldirektion für das Gesundheitswesen der kanarischen Regierung empfiehlt angesichts der Vogelgrippe, die jetzt auch Europa bedroht, eine Grippe-Impfung. Die Europa-Kommission hatte erst vor einigen Tagen eine entsprechende Direktive herausgegeben. Danach sollten mindestens 75% der Kinder, ältere Leute und Kranke, insbesondere Diabetiker und Herzkranke, welche die größte Risikogruppe darstellen, gegen das Grippevirus geimpft werden.

Domingo Nuñez, Chef der Abteilung für Epidemiologie bei der kanarischen Gesundheitsbehörde, teilt zu diesem Thema mit, dass in diesem Jahr 30.000 Einheiten des Grippe-Impfstoffs mehr zur Verfügung stehen als im vergangenen Jahr und damit die Nachfrage abgedeckt ist. Sollte das nicht der Fall sein, könnte unverzüglich für Nachschub gesorgt werden. Nach der massiven Berichterstattung der Medien über die Ausbreitung der Vogelgrippe waren ungezählte Anrufe verängstigter Bürger bei den Gesundheitszentren eingegangen.

Im Hinblick auf die Möglichkeit einer Ausbreitung der Vogelgrippe erklärte Nuñez, dass die Impfung der Risikogruppen eine allgemeine Vorsichtsmaßnahme sei. Die Kanaren seien in der glücklichen Lage, kein Geflügel aus Ländern bezogen zu haben, wo das Virus aufgetreten ist. Auch liege der Archipel außerhalb der Routen der Zugvögel, die aus den betroffenen Ländern kommen.

Präventionsplan

Der kanarische Gesundheitsdienst teilt in diesem Zusammenhang mit, dass die Region bereits seit April über einen Präventionsplan in Sachen Vogelgrippe verfüge, nach dem die Organisation der Gesundheitsdienste durchgeführt werde.

Gesundheitsministerin Elena Salgado verbreitete in den vergangenen Tagen eine Botschaft der Ruhe und Sicherheit für die spanische Bevölkerung angesichts der alarmierenden Berichte in den Medien. Das nationale Gesundheitssystem sei bestens auf den Ernstfall vorbereitet und verfüge über zwei Millionen Einheiten des entsprechenden Impfstoffes, die den regionalen Verwaltungen zur Verfügung gestellt werden.

Die Ansteckung der Vogelgrippe vom Tier auf den Menschen erfolgt ausschließlich durch Einatmen und niemals über die Nahrung. Eine mögliche Ansteckung setzt den direkten Kontakt mit dem Geflügel oder seinen Exkrementen voraus.




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