Gesundheitskosten für Ausländer


9 Mio. Euro schoss das kanarische Gesundheitsressort vor

Auf den Kanarischen Inseln wurden im vergangenen Jahr Jahr 51.763 ausländische Patienten behandelt (8.247 mehr als im Vorjahr), von denen nur 7.641 ihre Rechnung auf direktem Weg bezahlten. Alle übrigen verfügten entweder über eine EU-Krankenkarte oder konnten sich gar nicht ausweisen.

Das kanarische Gesundheitsressort schoss für die Behandlung dieser Patienten 2007 knapp neun Millionen Euro vor. Ein Großteil dieses Betrages wird allerdings über Privatversicherungen und die verschiedenen Abkommen, die diesbezüglich mit anderen Ländern bestehen, in kanarische Kassen zurückfließen. Die kanarische Regierung trägt also letztendlich nur die Kosten der Gesundheitsversorgung von illegalen Immigranten. Nach offiziellen Angaben lagen die Kosten hierfür im vergangenen Jahr bei 862.825,98 Euro. Die meisten ausländischen Patienten, die die Dienste einer öffentlichen Gesundheitseinrichtung in Anspruch nahmen, wurden im vergangenen Jahr übrigens im Hospital General auf Lanzarote behandelt. An zweiter Stelle steht das Hospital General auf Fuerteventura gefolgt von dem Universitario Materno-Infantil und dem Doctor Negrín auf Gran Canaria und schließlich die La Candelaria-Klinik auf Teneriffa.




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