„Gemeinsam sind wir viel stärker“


Gruppenbild vor trauriger Kulisse: Ministerpräsident Sánchez, Landwirtschaftsminister Luis Planas (vorn 2. v.l.), der kanarische Regierungspräsident Ángel Víctor Torres (vorn 3.v.l.), Gran Canarias Cabildo-Präsident Antonio Morales (2.v.r.) und weitere Vertreter der Inselregierung. Fotos: efe

Ministerpräsident Pedro Sánchez sicherte bei einem Besuch auf Gran Canaria staatliche Unterstützung zu

Gran Canaria – Nach dem Besuch von Verteidigungsministerin Margarita Robles und Landwirtschaftsminister Luis Planas reiste am 22. August auch Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez nach Gran Canaria, um sich ein Bild von den Folgen der schlimmen Waldbrände zu machen und der Regionalregierung, den Gemeindeverwaltungen, den Löschkräften und der Bevölkerung staatliche Unterstützung sowie seine Solidarität zu versichern. „Die Insel wird jede notwendige Unterstützung der staatlichen Institutionen erhalten, damit die Bewohner der von dem Feuer betroffenen Gebiete so bald wie möglich zu ihrem gewohnten Alltag zurückkehren können“, erklärte er.

Pedro Sánchez besuchte in Begleitung des kanarischen Regierungspräsidenten Ángel Víctor Torres und Landwirtschaftsminister Luis Planas einige der betroffenen Gebiete, in denen das Feuer bereits gelöscht worden war und überflog anschließend die Zone in einem Hubschrauber.

Zum Zeitpunkt des Besuchs des Regierungschefs war der Waldbrand, der am 17. August bei Valleseco ausgebrochen war, zwar noch nicht offiziell, aber weitgehend unter Kontrolle. Der Umfang des von dem Feuer betroffenen Gebiets hatte 112 Kilometer erreicht, innerhalb denen zwischen 8.000 und 9.000 Hektar (8% der gesamten Inselfläche) betroffen waren.

Der Presse gegenüber äußerte Pedro Sánchez seinen tief empfundenen Dank gegenüber sämtlichen zivilen und militärischen Kräften, „die gegen dieses Monster gekämpft haben, um es zu vernichten.“ Das effektive Krisenmanagement führte Sánchez auf die große Kooperation der verschiedenen Einsatzkräfte und der öffentlichen Verwaltung – vom kleinsten Ort auf Gran Canaria bis zum Staat – zurück. „Gemeinsam sind wir viel stärker“ erklärte der Präsident.

Sánchez dankte Helfern des Roten Kreuzes für ihren Einsatz. Fotos: efe

Der kanarische Regierungspräsident Ángel Víctor Torres äußerte angesichts der erfolgreichen Löscharbeiten seinerseits Erleichterung darüber, „dass Gran Canaria endlich dieser Hölle entkommt.“

Noch keine Schadensbilanz

Die kanarische Regierung hat nach dem Waldbränden noch keine offizielle Schadensbilanz veröffentlicht. Am 28. August fand ein erstes Treffen von Vertretern des Landwirtschaftsressorts der Regionalregierung und des Cabildos von Gran Canaria statt. In Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden soll eine Schadensbilanz erstellt werden.

Das spanische Innenministerium hat indessen die Hilfen für die Betroffenen gestartet. Bis zum 25. September können diese angefordert werden.

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