Gemeinnützigkeit von Montaña Clara und Alegranza erklärt


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Die kleinen Kanaren-Inseln sollen unter besonderen Schutz gestellt werden

Das Verkaufsangebot des kleinen Kanaren-Eilands Montaña Clara über eine Immobilienfirma auf Gran Canaria scheint erste Wirkungen zu erzielen. Und zwar in genau die Richtung, die die Eigentümer des Insel-Winzlings neben La Graciosa mit ihrer Ankündigung, die Insel für den Wahnsinnspreis von neun Millionen Euro verkaufen zu wollen, wohl auch bezweckt hatten.

Vom ersten Tag an wurde nämlich vermutet, dass sich hinter dem Verkaufsvorhaben in Wirklichkeit ein Druckmittel verbergen könnte, um zu erreichen, dass die kanarische Regierung den Kauf des Eilands beschleunigt.

Die 1,48 Quadratkilometer große, unbewohnte Insel ist vom wissenschaftlichen und Umweltstandpunkt aus zwar ungemein interessant, für Privatpersonen hält sich ihr Nutzungswert  jedoch stark in Grenzen, da auf dem zum Naturschutzgebiet Archipiélago de Chinijo gehörenden Inselchen weder gebaut noch sonstige Unternehmungen durchgeführt werden dürfen, die das empfindliche Ökosystem stören könnten.

Wirklich interessant dürften Montaña Clara, ebenso wie das andere zum Archipiélago de Chinijo gehörende Eiland Alegranza, demnach wohl nur für eine öffentliche Institution sein, die die beiden Inseln unter ihren Schutz stellen und somit für die Allgemeinheit bewahren könnte.

Der spanische Ministerrat hat nach dem durch die Verkaufsankündigung entstandenen Wirbel nun endlich reagiert und Ende September die Gemeinnützigkeit der Inseln Montaña Clara und Alegranza erklärt. Das bedeutet im Klartext den ersten Schritt zum Kauf der Inseln durch den spanischen Staat. Ziel ist es dabei, sie in die Gebiete einzureihen, die zu ihrem Schutz in den letzten Jahren zu sogenanntem „öffentlichem Eigentum am Meeresstrand und an Land“ erklärt wurden.




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