Gemeinden hochverschuldet


Zur Tilgung müsste jeder Canario 481 Euro leisten

Während derzeit im Rahmen der Verwaltungsreform über die Abschaffung kleiner, nicht wirtschaftlich effizienter Gemeinden diskutiert wird, veröffentlichte der Staat die neuesten Daten zur kommunalen Verschuldung.

Demnach stehen die kanarischen Gemeinden durchschnittlich mit 481 Euro pro Einwohner in der Kreide – erschreckend, jedoch noch lange nicht so hoch wie der spanische Durchschnitt von 744 Euro pro Einwohner.

Im regionalen Vergleich belegen die kanarischen Gemeinden den zwölften Platz, weit vor dem Schlusslicht Ceuta mit einer Pro-Kopf-Schuld von 3.208 Euro.

Die Gesamtschuld aller kanarischen Gemeinden beläuft sich auf 1,02 Milliarden Euro. Trotz der seit Beginn der Krise verhängten Sparmaßnahmen kamen allein zwischen 2008 und 2012 mehr als 300 Millionen Euro an Schulden hinzu. Insbesondere in Santa Cruz stiegen die roten Zahlen, nämlich um 67 Millionen Euro.

Die Zahlen erschrecken, doch tatsächlich ist der Staatsapparat für den größten Teil des spanischen Schuldenbergs verantwortlich (77%), gefolgt von den Regionen (19%). Der Anteil der Kommunen beträgt gerade mal 3,6%. Trotzdem wird jetzt insbesondere auf Kommunalebene der Rotstift angesetzt.




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