Gebietsansprüche


Unterseeische Bergkette soll die Ausweitung der kanarischen Gewässer begründen

Spanien möchte gerne zusätzliche 280.000 Quadratkilometer des Atlantiks zu seinem Hoheitsgebiet erklären. Zu einem Teil könnte dieser Anspruch durch eine Bergkette am Meeresgrund untermauert werden, die sich südwestlich der Kanaren befindet.

Die Existenz dieser „unterseeischen Kanaren“ wurde durch eine Expeditionen spanischer Wissenschaftler in das Seegebiet bestätigt. Auf dieser Basis wird Spanien bei den Vereinten Nationen den Antrag einreichen, die ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) der Kanaren, die jetzt auf 200 Seemeilen um die Küsten des Archipels begrenzt ist, entsprechend auszuweiten.

Damit die Vereinten Nationen diesen Antrag genehmigen, muss nachgewiesen werden, dass die Bergkette in dem beanspruchten Gebiet Teil desselben geologischen Phänomens ist, welchem die aus dem Meer herausragenden Kanareninseln ihre Entstehung verdanken.

In dieser Angelegenheit gibt es zwei Schlüsselargumente. Eines stellen die oben genannten unterseeischen Berge, die Teil der kanarischen atlantischen Gebirgskette sind, dar. Das andere sind die sogenannten „Schuttströme“ (debris flow, colada de derubios), die schon in einer vorangegangenen Expedition westlich von La Palma und El Hierro kartografiert wurden.

Außer den schon lange bekannten „Las Hijas“ nahe El Hierro umfassen die „unterseeischen südlichen Kanaren“ zehn Bergkegel, die sich zwischen 2.500 und 4.300 Meter über den Meeresgrund erheben.




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