Fünf Pateras in nur einem Monat


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Ungewöhnlich viele Immigrantenboote erreichten im September die Kanaren

Im Verlauf des vergangenen Monats sind fünf Immigrantenboote auf Lanzarote und Gran Canaria angekommen. Das sind mehr als in den acht vorangegangenen Monaten dieses Jahres zusammengenommen.

Damit lebt die Migrationsbewegung von Nordafrika zu den Kanaren wieder auf, wenn auch die insgesamt etwa 90 Ankömmlinge wenige sind im Vergleich zur Anzahl der Immigranten, die vor Ausbruch der Wirtschaftskrise und der Implementierung des Küstenkontrolldienstes Frontex auf die Inseln drängten.

Zuerst kam am 8. September eine Patera mit 22 Personen auf Lanzarote an und am 16. ein Boot mit 19 Insassen auf La Graciosa, 11 davon nach eigenen Angaben minderjährig, alle maghrebinischer Herkunft.

Am 23. September wurde  dann ein Flüchtlingsboot mit 23 Schwarzafrikanern an Bord im Süden Gran Canarias entdeckt, darunter vier Jugendliche und eine schwangere Frau.

Am 25. wurde nochmals eine Patera mit 20 Maghrebinern vor der Küste von Órzola, Lanzarote, abgefangen. Unter den Insassen sind 13 Jugendliche, deren Ankunft die Aufnahme-Kapazität des jetzt schon überfüllten Heims für die Unterbringung Jugendlicher übersteigt.

Zuletzt entdeckte ein Fischer am 29. eine verlassene Patera von fünfeinhalb Metern Länge an der Küste von Yaiza nahe dem Leuchtturm von Pechiguera, mit der vermutlich weitere sieben Immigranten nach Lanzarote gelangt sind. Ein mutmaßlicher Insasse dieses Bootes wurde gut 18 Stunden nach der Landung im Zentrum von Playa Blanca zur Überprüfung seiner Identität festgenommen. Sein nasses Schuhwerk hatte Verdacht erregt.




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