Freilassung als multikulturelles Ereignis


© CabFV

Urlauber und Reise-Experten nahmen teil

Am Strand Playa del Granillo an der Costa Calma in Pájara wurden kürzlich zwei Meeresschildkröten der Art Caretta Caretta zurück in die Freiheit entlassen.

An der Aktion mit umwelterzieherischem Hintergrund beteiligten sich Reise-Experten verschiedener Reiseunternehmen und -veranstalter, Urlauber aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich sowie Kinder.

Die Freilassung fand im Rahmen des Tierschutzprojektes Pelagos statt und wurde dazu genutzt, den Anwesenden eine Lehrstunde in Sachen Umweltschutz zu erteilen. So erfuhren die Touristen einiges über das Projekt zur Wiedereinführung dieser Schildkrötenart auf Fuerteventura, die Bedrohung in der Natur durch Plastikmüll oder auch – in anderen Ländern – Bejagung.

Die beiden „Unechten Karettschildkröten“ waren Jungtiere, die mit verschiedenen Verletzungen an der Küste gefunden und etwa einen Monat lang gesund gepflegt wurden. Nun können sie ihr Leben in Freiheit wieder genießen.

An dem Programm zur Wiedereinführung der „Unechten Karettschildkröte“ auf Fuerteventura sind die Regierungen der Kanaren und der Kapverden, das Cabildo von Fuerteventura, das spanische Umweltministerium, die Universität Las Palmas de Gran Canaria und die Gemeinde Pájara beteiligt. Jedes Jahr werden am Strand von Cofete Hunderte Schildkröteneier eingegraben. Wenn die kleinen Schildkröten dann schlüpfen, werden sie zunächst in eine sogenannte Babystation gebracht, wo gewährleistet wird, dass sie gesund und kräftig heranwachsen, damit sie später in Cofete in die Freiheit entlassen werden können. Kehren sie eines Tages zur Eiablage an ihren Geburtsstrand zurück, ist das Ziel des Programms erreicht.




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