Franzose starb beim Paragliding


Die Unfälle häufen sich

Ein franzöischer Tourist ist beim Paragliding in der Gemeide Vilaflor im Süden Teneriffas abgestürzt und an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Nach Eingang des Notrufs beim Rettungsdienst schickte dieser umgehend einen Rettungshubschrauber zum Unglücksort im Barranco de Jama. Dort wurden die Rettungskräfte abgeseilt, die den Rest des Strecke bis zum Verunglückten zu Fuß hinter sich brachten. Sie konnten bei dem 42-jährigen Franzosen nur noch dessen Tod feststellen. 

Tragischerweise handelt es sich bereits um den zweiten tödlichen und den 15. schweren Paragliding-Unfall seit Jahresbeginn. Die meisten ereigneten sich auf Teneriffa und Lanzarote. Betroffen waren vor allem Deutsche, Briten und Finnen. In den letzten Jahren häufen sich die Paragliding-Unfälle von Touristen.

Experten begründen die Unfälle mit dem mangelnden Können der Urlauber bzw. der fehlenden Kenntnis über die Windverhältnisse, die sich hier auf den Inseln stark von denen im Rest Europas unterscheiden. Darüber hinaus würden Touristen, deren Urlaubspaket einen Paragliding-Flug enthalte, diesen oft trotz widriger Verhältnisse antreten, weil sie ja dafür gezahlt hätten. 

Um die Zahl der Unfälle zu mindern, fordern die Experten, u.a. vom Paragliding-Verband Teneriffas, die Einführung einer Pflicht zum Nachweis der entsprechenden Qualifikation sowie zum Abschluss einer Unfallversicherung. Darüber hinaus legen sie den zuständigen Behörden den Erwerb und die Ausstattung spezifischer Start- und Landeplätze nahe. Bisher existiert nur ein einziger offizieller Startplatz in La Corona, Los Realejos.




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