Flüchtiger Strafgefangener stellt sich aus Heimweh


Foto: Pixabay

Ein Österreicher, der 2008 aus einem Gefängnis floh, lebte über 10 Jahre auf Teneriffa

Teneriffa/Salzburg – Im Jahr 2008 gelang es einem österreichischen Strafgefangenen, aus einer Justizvollzugsanstalt seines Heimatlandes zu fliehen und sich unerkannt auf Teneriffa niederzulassen. Über zehn Jahre lebte er auf den Glücklichen Inseln, doch nun trieb ihn das Heimweg dazu, sich den Behörden in Salzburg zu stellen.

Wie die österreichische Polizei bekannt gab, meldete sich der 64-jährige Mann in der Polizeistation des Hauptbahnhofes Salzburg und erklärte, er sei ein flüchtiger Strafgefangener und soeben über München eingereist. Er habe berichtet, dass er die letzten zehneinhalb Jahre auf Teneriffa verbracht habe und nun heimkehren wolle. Teneriffa sei nicht mehr so schön wie früher, und er habe genug Zeit dort verbracht. Er wolle seinen Lebensabend in der Heimat verbringen.

Die Polizeibeamten stellten fest, dass der Mann tatsächlich seinerzeit aus einem Gefängnis in Niederösterreich geflohen war, und er wurde in ein Salzburger Gefängnis eingewiesen.

Bisher wurde nicht bekannt, weshalb der Rückkehrer verurteilt worden war und wie ihm die Flucht gelang, doch wie ein österreichischer Fernsehsender berichtete, soll zum Zeitpunkt seiner Flucht noch mindestens ein halbes Jahr Haftstrafe offengestanden haben. In Österreich wird die Flucht aus dem Gefängnis nicht mit einer zusätzlichen Strafe geahndet, sodass der Flüchtling nun wohl lediglich seine restliche Strafe absitzen muss.

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