Feuerwehr ermahnt Masca-Wanderer


Rettungen im unübersichtlichen Gelände werden durch eine Handy-Ortungsfunktion wesentlich erleichtert. Foto: Bomberos de Tenerife

Um die hohe Zahl der Rettungseinsätze in der Masca-Schlucht zu reduzieren, sollen Touristen Vorsichtsmaßnahmen einhalten

Teneriffa – Die Feuerwehr von Teneriffa beobachtet schon seit einigen Jahren eine hohe Anzahl von Rettungseinsätzen in den Berggebieten, vor allem aber im Barranco von Masca. Allein im laufenden Jahr haben die Retter zwanzigmal Wanderer aus der Schlucht herausgeholt, entweder weil sich Touristen, aber auch Einheimische, verlaufen oder einen Unfall erlitten hatten, oder weil sie zu erschöpft waren, um den Weg aus eigener Kraft fortzusetzen.

Der Präsident der Feuerwehr, Javier Rodríguez Medina, ermahnt alle Ausflügler, sich bewusst zu machen, dass dieser Wanderweg Gefahren birgt. Vor allem, wenn man sich nicht angemessen vorbereitet und möglichen Problemen vorbeugt. In diesem Sinne sei es unverzichtbar, den Verhaltensmaßregeln zu folgen, welche die Rettungsexperten zur Vermeidung von Unfällen empfehlen. So könne man helfen, viele aufwendige Rettungseinsätze von vornherein zu vermeiden.

Die Sommerhitze stellt einen besonderen Risikofaktor für die Ausflügler im Barranco von Masca dar. Im vergangenen Juli mussten Feuerwehrteams wieder zahlreiche Personen evakuieren, die einen Hitzschlag erlitten hatten, darunter sogar Kinder und Jugendliche.

Auch wenn Regen vorhergesagt ist, birgt der Pfad durch die Schlucht ernste Risiken, denn bei starkem Regen sammeln sich schnell große Mengen Wasser im Barranco, und auch die Gefahr durch Steinschlag und Ausgleiten wächst stark an.

Empfehlungen der Feuerwehr

Die Retter von der Feuerwehr Teneriffas raten Ausflüglern dringend an, das Mobiltelefon vor dem Aufbruch vollständig aufzuladen und die Ortungsfunktion von WhatsApp zu nutzen. Der Notrufzentrale 112 erleichtert diese Smartphone-­

Funktion die Koordinierung der Einsatzkräfte enorm und verkürzt die Auffindung der Betroffenen besonders in schwierigem Gelände ungemein.

Hilfreich ist auch die Nutzung von GPS-Geräten, sowie unbedingt eine Taschenlampe dabei zu haben, denn die allermeisten Einsätze werden im Winterhalbjahr bei Einbruch der Dunkelheit nötig, weil viele Wanderer in der Nacht ohne diese Hilfsmittel die Orientierung verlieren.

Wenn trotz aller Vorbereitung ein Unfall passiert, brauchen die Rettungskräfte möglichst genaue Angaben über: Die Art des Unfalls, wie viele Opfer es gibt und in welchem Zustand sie sind, die Wetterverhältnisse vor Ort und eine Kontakt-Telefonnummer. Die Empfehlungen der Notrufzentrale sollten befolgt werden.

Die Profiretter der Feuerwehr weisen darauf hin, dass ein Hauptgrund für Notfälle unterwegs mangelnde Vorausplanung ist. Deshalb ist angeraten, nie allein loszuziehen, sich immer über die Wetterbedingungen zu informieren, angemessene Kleidung und Ausrüstung mitzuführen, Route und Zeiten genau zu planen, genug Wasser und Lebensmittel mitzunehmen und sich nicht zu überschätzen.




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