Extremlauf auf La Palma


© Transvulcania

Bei der Transvulcania geht es 83 Kilometer bergauf und bergab

Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm die Zeit der Volksläufe und Marathons. Auf La Palma laufen die Vorbereitungen für den Berglauf „Transvulcania 2013“ auf Hochtouren.

Dieses Jahr werden etwa 2.500 Teilnehmer erwartet, von denen 1.800 die Ultramarathon-Distanz von 83 Kilometern vom Leuchtturm in Fuencaliente bis ins Tal Los Llanos de Aridane gewählt haben. Die Route führt hinauf bis auf den höchsten Punkt der Insel am Roque de los Muchachos und wieder hinunter nach Tazacorte. Wer nicht zu den toughen Athleten zählt, kann sich für den Halbmarathon (26,8 km) anmelden oder an der Wanderung teilnehmen. Eine spezielle Halbmarathonstrecke wird für Jugendliche zwischen 16 und 17 Jahren abgesteckt, und für Kinder ist ein spezieller Lauf vorgesehen.

Für den „Transvulcania“, der am 11. Mai stattfindet, sind Anmeldungen aus aller Welt eingegangen. Läufer aus Chile, Brasilien, Venezuela, Japan, Kolumbien, Mexiko etc. werden teilnehmen. Der amerikanische Ultra-Runner Anton Krupicka hat seine Teilnahme bestätigt, und auch Kílian Jornet, Geoff Roes und Dakota Jones werden dabei sein.

Der Katalane Kílian Jornet gilt als bester Bergläufer der Welt. Allerdings wird er nur drei Tage zuvor am Red Fox Elbrus Race in Russland teilnehmen und vermutlich von den Anstrengungen bei diesem Wettlauf zum höchsten Gipfel Europas gezeichnet auf La Palma eintreffen. Schon im vergangenen Jahr setzte der Klimawechsel dem Spitzensportler zu, der bei der Transvulcania 2012 zwar lange in Führung lag, schließlich aber doch hinter Überraschungssieger Dakota Jones zurückblieb.

Dennoch, so betont der Tourismusamtsleiter von La Palma, Julio Cabrera, sind es nicht die berühmten Läufer und Athleten, die den „Transvulcania“ zu dem haben werden lassen, was er heute ist, sondern die vielen Amateurläufer, für die allein die Bewältigung der Strecke – ganz abgesehen von der Zeit – eine persönliche Herausforderung ist. „Einige von ihnen stecken sich das Zeitziel von 13 Stunden, andere von 14 Stunden, und viele sind schon froh, wenn sie überhaupt die Ziellinie an der Plaza de España in Los Llanos erreichen“, weiß Cabrera.

Auch viele Frauennamen sind auf den Anmeldelisten. Allen voran die Gewinnerin des Transvulcania 2012, die Neuseeländerin Anna „Frosty“ Frost und die schwedische Skyrunnerin Emelie Forsberg. Auch die Spanierin Nuria Picas, Zweitplatzierte im vergangenen Jahr, wird sich beim Transvulcania 2013 erneut der Trailrunning-Konkurrenz von Frost und Forsberg stellen.

Auf der 83 km langen Strecke des Ultramarathons geht es 8.525 Meter bergauf und bergab. Wer diese Herausforderung meistert, hat den jubelnden Empfang, der den Läufern auf der Plaza de España bereitet werden soll, redlich verdient!




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