Ermittlungen vorläufig eingestellt


Die Leiche der jungen Frau wurde am 4. Dezember geborgen. Ihr Tod bleibt ein Rätsel. Foto: moisés pérez

Es gibt keine Beweise, dass der rätselhafte Tod der Orca-Trainerin Amy Louise Gerard kein Unfall war

Teneriffa – Das Untersuchungsgericht No. 2 von La Orotava, spezialisiert auf Gewalt gegen Frauen, hat beschlossen, das Ermittlungsverfahren im Fall des Todes von Amy Louise Gerard vorläufig einzustellen.

Der Leichnam der 28-jährigen britischen Delfin- und Orca-Trainerin, die am 30. November 2018 in Puerto de la Cruz zunächst spurlos verschwunden war, wurde am 4. Dezember vor Punta Brava in Puerto de la Cruz aus dem Meer geborgen.

Zuletzt war die junge Frau in der Nacht des 30. November in einem irischen Pub am Hafen von Puerto lebend gesehen worden, wo sie mit Freunden einen Geburtstag feierte und danach die Kneipe mit ihrem Freund verließ. Vor der Tür trennten sich die beiden nach Zeugenaussagen, und Amy Louise trat den Heimweg allein an. Bis heute weiß niemand, was dann geschah.

Wie das Gericht bestätigte, wurden auch die Ermittlungen gegen den Freund Gerards eingestellt. Nach mehreren Monaten Ermittlungsarbeit kam das Gericht zu dem Schluss, dass es keine Anhaltspunkte für einen gewaltsamen Tod gibt. Der Fall wird jedoch nicht endgültig zu den Akten gelegt, sondern kann, falls neue Beweise auftauchen, wieder aufgenommen werden.

Die Gerichtsmediziner haben bei der Untersuchung festgestellt, dass die zahlreichen Prellungen und Verletzungen, welche der Leichnam von Amy Louise Gerard aufwies, nicht im Widerspruch zu einem Unfalltod, einem Sturz ins Meer und dem Kontakt des Körpers mit den Klippen in der Brandung, stehen.




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