Erdbeben auf El Hierro und Gran Canaria


Es wurden Stärken von bis zu 2,1 bzw. 3,4 auf der Richterskala verzeichnet

Am 20. August begann auf El Hierro die Erde leicht zu beben. In den folgenden Tagen steigerten sich die Erdbeben in ihrer Stärke und erreichten am 21. und 22. August Werte von bis zu 2,1 auf der Richterskala.

El Hierro/Gran Canaria – Laut Daten des Nationalen Geographischen Instituts (IGN) wurden allein bis zum 22. August um 7.05 Uhr 56 Erdbewegungen gemessen, die stärksten in der Gemeinde von La Frontera. Die Epizentren befanden sich alle in einer Tiefe von zehn km. Auch am Morgen des 23. August bewegte sich die Erde ein Dutzend Mal, weiterhin nur in geringen Stärken zwischen 1,5 und 1,9 auf der Richterskala.

Während die Erdbewegungen auf der kleinsten Kanareninsel für Menschen kaum spürbar waren, zitterten am 22. August im Süden Gran Canarias die Schränke. Um 15.15 Uhr bebte die Erde laut IGN mit einer Stärke von 3,4 auf der Richterskala und erschreckte insbesondere die Menschen in den Gemeinden Santa Brígida, Telde, Santa Lucía de Tirajana und La Aldea de San Nicolás. Zweimal hintereinander bebte die Erde, beim zweiten Mal am stärksten und mit 30 Sekunden am längsten. Das Epizentrum befand sich nur fünf km südöstlich der Küste von San Bartolomé de Tirajana, in einer Tiefe von 30 km. Das Beben war deutlich spürbar, der Boden ruckelte, Möbel bewegten sich. Besorgte Bürger riefen beim Rettungsdienst an. Es wurde niemand verletzt und laut der Feuerwehr von Gran Canaria beschränkten sich die Schäden auf den Abbruch kleinerer Gebäudeteile.

Emilio Carreño, Direktor des Seismologischen Netzes von Spanien, gab bekannt, die Erdbeben seien tektonischer und nicht vulkanischer Natur, könnten eine Weile andauern, würden aber keinen Grund zur Sorge geben.

Das IGN wies darauf hin, die Situation sei vollkommen normal und derartige Erdbeben häufig. Dies würde keine Zunahme der seismischen oder vulkanischen Aktivität bedeuten.

Nach Expertenangaben begründeten sich die Erdbeben  auf ein Absenken von Material auf der Ozeanischen Kruste, einem normalen Vorgang bei Inseln vulkanischen Ursprungs.

Laut Carreño sind auf El Hierro zur verstärkten Kontrolle weitere Messstationen aufgestellt worden. Auch befindet sich ein Expertenteam des IGN auf der Insel, da bereits seit Juli vermehrt leichte Erdbewegungen gemessen worden sind (IGN: 3.769).




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