Eingeschleppte Korallen sollen entfernt werden


Die Gelbe Kelchkoralle (Tubastrea coccinea) ist eine der beiden in kanarische Gewässer eingeschleppten Arten. Foto: franklin samir dattein

Die Umweltbehörde lässt eine Studie über die bisherige Ausbreitung von Tubastrea coccinea und Oculina patagonica anfertigen

Kanarische Inseln – Die beiden vermutlich durch Ölplattformen eingeschleppten tropischen Korallenarten, die sich in und vor den Häfen von Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria angesiedelt haben, sollen zu Beginn des kommenden Jahres entfernt werden, um ihren Einfluss auf das Ökosystem so gering wir möglich zu halten. Dazu wird die Kanarenregierung zunächst eine Studie in Auftrag geben, die ermitteln soll, wie viele Exemplare sich in der Umgebung der Häfen ausgebreitet haben und wo sie sich befinden.

Die stellvertretende kanarische Umweltministerin Blanca Pérez erklärte in einer Pressekonferenz, das Frühwarnsystem habe funktioniert, und die Ausbreitung der beiden Korallenarten Tubastrea coccinea und Oculina patagonica sei dadurch noch leicht unter Kontrolle zu bringen.

Das Vorkommen der beiden invasiven Korallenarten in den kanarischen Häfen war durch einen Artikel des Professors für Meeresbiologie der Universität La Laguna, Alberto Brito, und verschiedener Fachleute des Biodiversitätsdienstes der Umweltbehörde öffentlich gemacht worden. Wie Blanca Pérez erklärte, haben es die Aktivitäten des Biodiversitätsdienstes, die Überwachung durch Freiwillige des Netzwerks Red Promar und die Studien des Projekts MIMAR ermöglicht, die Einwanderung dieser Spezies frühzeitig zu erkennen.




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