Eigentümer der Stierkampfarena unter Druck


Foto: Moisés Pérez

Die Stadt droht mit der Staatsanwaltschaft und verhängt eine Geldstrafe

Teneriffa – Die Stierkampfarena im Herzen von Santa Cruz de Tenerife wurde 1893 eingeweiht. Bis 1983 fanden hier auch Stierkämpfe statt. Anschließend wurde die Arena für Veranstaltungen und Konzerte genutzt. Doch vom Glanz vergangener Zeiten ist heute nichts mehr übrig. Seit über 20 Jahren ist das Gebäude verlassen und verfällt immer mehr.

Jetzt hat die Stadt Santa Cruz die Eigentümergemeinschaft des historischen Bauwerks erneut mit einer Strafe belegt, weil diese den wiederholten Forderungen der Gemeinde, das Gebäude zu säubern und abzusichern, nicht nachkommt. Weil die Eigentümer entsprechende Forderungen der Stadt in den Jahren 2013 und 2014 missachtet haben, werden sie jetzt mit fast 3.000 Euro zur Kasse gebeten. Gleichzeitig teilte Bürgermeister José Manuel Bermúdez mit, dass die Eigentümer am 13. Juli dieses Jahres erneut aufgefordert wurden, die dringend notwendigen Reparaturen und Säuberungsarbeiten durchzuführen. Sollten diese nicht kurzfristig erfolgen, werde die Stadt die Staatsanwaltschaft einschalten.

Die voraussichtlichen Kosten der geforderten Arbeiten seien nicht sehr hoch, erklärte der Bürgermeister. Das Bauamt der Stadt schätzt diese auf etwa 23.200 Euro; 10.000 Euro für die Entrümpelung und Säuberung und etwa 13.200 Euro für ein Sicherheitsnetz und eine Absperrung rund um die teilweise bröckelnde Außenfassade, um Unfällen vorzubeugen. Das seit zwei Jahrzehnten ungenutzte Gebäude soll für Passanten und den Verkehr nicht zu einer Gefahr werden.

Ein seinerzeit ausgeschriebener Ideenwettbewerb für die Neuordnung des Gebiets rund um die Plaza de Toros wurde von einem Architekturstudio gewonnen, das die Umwandlung der ehemaligen „Plaza de Toros“ in eine „Plaza de Todos“ vorsah. Das Gewinnerprojekt sah vor, die zugemauerten Türen und Bogenfenster wieder zu öffnen, die stufenweise ansteigenden Sitzreihen im Innenteil zu überdachen und dieses Dach zu begrünen. Unter der Plaza sollte ein Parkhaus entstehen. Doch das Projekt wurde nie umgesetzt.




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