Eigene Feuerwachen für Güímar und Arona


Bürokratische Hürden verzögern die Inbetriebnahme der neuen Stationen der Berufsfeuerwehr im Inselsüden

Teneriffa – Die Inselregierung wird 2.104.080 Euro in den Bau zweier Stationen für die Profi-Feuerwehr in Güímar und Arona investieren. Denn diese beiden Stadtgebiete sind bisher im Falle eines Brandes oder eines Unfalls nicht ausreichend versorgt. Doch in beiden Fällen behindern bürokratische Hürden eine zügige Einrichtung und Inbetriebnahme der neuen Feuerwachen.

In beiden Gemeinden braucht die Feuerwehr zurzeit über zehn Minuten, um zu einem Unglücksort zu gelangen. Wenn in Güímar ein Notfall vorliegt, muss die Feuerwehr aus Santa Cruz anrücken, während für Arona die Feuerwache in San Miguel de Abona zuständig ist.

Die beiden neuen Stationen haben provisorischen Charakter und sollen diesem akuten Mangel abhelfen.

Im Fall Güímar stehen bereits 633.000 Euro zur Verfügung, um ein Grundstück im Gewerbegebiet zu erwerben. Doch muss noch darauf gewartet werden, dass die Gemeindeverwaltung die Nutzungsänderung per Verordnung absegnet. Dies kann frühestens am 31. Januar erfolgen, wenn die Einspruchsfrist abgelaufen ist.

In Arona liegt der Fall komplizierter. Hier soll das Ayuntamiento die Abtretung eines Grundstücks neben dem Stadion, das bisher als Fahrzeugdepot diente, beschließen. Dafür müssen erst einige verwaltungstechnische Probleme gelöst werden, welche die Arbeiten an dem dort vorgesehenen Feuerwehrstützpunkt so weit verzögern, dass die geplante Inbetriebnahme innerhalb des ersten Quartals 2018 absehbar nicht mehr zu schaffen ist.

Wo die beiden Feuerwachen ihren endgültigen Sitz bekommen werden, ist noch unklar. Falls das neu zu erwerbende Grundstück im Gewerbegebiet von Güímar nicht der endgültige Standort der Feuerwache wird, soll dort später ein Zentrum für Logistik, Forschung und Ausbildung der Feuerwehr entstehen.

Die 2,1 Millionen Euro, die das Cabildo in die beiden neuen Feuerwachen investiert und zu denen im Jahr 2019 weitere 1,3 Millionen Euro hinzukommen, verteilen sich u.a. wie folgt: Umbau in Arona (182.000 Euro), Umbau in Güímar (200.000 Euro), ein Löschfahrzeug (425.000 Euro), zwei zentrale Kommandoeinheiten UMC (80.000 Euro), zwei Stadtlöschzüge (790.000 Euro), zwei automatische Drehleitern (234.000 Euro), zwei Spezialrettungsfahrzeuge URE (190.000 Euro), zwei Sauerstofftherapiegeräte (2.000 Euro) und zwei Vakuum-Matratzen (500 Euro).




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