Drohnen als Verstärkung in der Waldbrandprävention

Der Cabildo-Präsident von La Gomera, Casimiro Curbelo, präsentierte den „Plan zur Waldbrandprävention“. FOTO: cablg

Der Cabildo-Präsident von La Gomera, Casimiro Curbelo, präsentierte den „Plan zur Waldbrandprävention“. FOTO: cablg

Vulkanausbruch auf La Palma hat Erfahrung mit Drohnen verstärkt

Kanarische Inseln – Waldbrände sind auf den Kanaren keine Seltenheit und zerstören jährlich Tausende Hektar Waldfläche der Inseln. Daher wird die Waldbrand-Früherkennung gefördert und die Mittel und Technik zur Prävention von Bränden ständig verbessert. Im Juni beginnt bereits auf den Inseln der Zeitraum erhöhter Waldbrandgefahr. Deshalb wurde der diesjährige Zivilschutzplan zur Kontrolle des Brandrisikos (INFOCA) bereits vorgestellt. In diesem Jahr gibt es eine wichtige Neuerung: Drohnen kommen zum Einsatz.

Der Regionalminister für Öffentliche Verwaltung, Justiz und Sicherheit, Julio Pérez, stellte den Zivilschutzplan zur Kontrolle des Brandrisikos vor und wies auf die Verantwortung jedes Einzelnen bei der Vorbeugung von Waldbränden hin. FOTO: GOBCAN
Der Regionalminister für Öffentliche Verwaltung, Justiz und Sicherheit, Julio Pérez, stellte den Zivilschutzplan zur Kontrolle des Brandrisikos vor und wies auf die Verantwortung jedes Einzelnen bei der Vorbeugung von Waldbränden hin. FOTO: GOBCAN

Verwaltungen arbeiten zusammen

Der Regionalminister für Öffentliche Verwaltung, Justiz und Sicherheit, Julio Pérez, gab bekannt, dass an der diesjährigen Präventionskampagne 1.456 Einsatzkräfte, 156 Fahrzeuge (Löschfahrzeuge verschiedener Größen), 14 Hubschrauber und ein Flugzeug beteiligt sind und ständig auf den Inseln bereitstehen werden. Als weitere Unterstützung werden dieses Jahr einige Drohneneinheiten bei der Prävention und in der Bewertung der Brände zur Verfügung stehen. Die Regierung der Kanarischen Inseln hat 255 spezialisierte Einsatzkräfte, 16 Löschfahrzeuge und sechs Multifunktions-Hubschrauber zur Verfügung gestellt. Die fünf Cabildos haben zusammen 988 Einsatzkräfte, 118 Fahrzeuge und vier Hubschrauber zu der Kampagne beigesteuert, während die spanische Zentralregierung 213 Einsatzkräfte, 22 Feuerwehrfahrzeuge und fünf Flugzeuge zur Verfügung ­gestellt hat. Die Drohneneinheiten werden von den verschiedenen Verwaltungen bereitgestellt.

Vorbereitungen werden getroffen

Jede Insel trifft eigene Vorkehrungen, um Waldbrände zu vermeiden. Auf La Gomera hat ­Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo den diesjährigen „Plan zur Waldbrandprävention“ vorgestellt. Dieses Jahr werden mehr als 1,4 Millionen Euro für die Vorbeugung von Waldbränden bereitgestellt. Zum ersten Mal werden dem Cabildo drei Drohnen zur Verfügung stehen. Die Drohnen werden mit ihren eingebauten Wärmebildkameras neben der Kontrolle und Beobachtung des Vegetationszustandes auch die Erkennung von Gefahrenstellen erleichtern. Curbelo wies auf die Verantwortung jedes einzelnen Bürgers hin und erinnerte daran, dass es sinnvoll sei, Sicherheitsstreifen um Häuser herum anzulegen und brennbare Vegetation aus diesen Bereichen zu entfernen.

Erfahrung auf La Palma ­gesammelt

Nach Angaben von Regionalminister Pérez hat der Einsatz von Drohnen während des Vulkanausbruchs auf La Palma den Einsatzkräften die Möglichkeit gegeben, reiche Erfahrungen zu sammeln. Außerdem hat die kanarische Regierung in den letzten Monaten die Ausbildung von Piloten für Drohnenflüge gefördert. Die Drohnen werden zum Einsatz kommen, wenn bemannte Luftfahrzeuge nicht eingesetzt werden können. Der Drohneneinsatz soll zu einer erheblichen Verbesserung sowohl bei der Vorbeugung von Bränden als auch bei deren Analyse und Auswertung führen.

Wie jedes Jahr werden in den kommenden Wochen Maßnahmen zur Beschränkung menschlicher Aktivitäten in den Waldgebieten der Kanarischen Inseln eingeleitet. Die Einhaltung dieser Maßnahmen ist von großer Bedeutung für die Vorbeugung von Waldbränden und sollte strengstens befolgt werden.

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