DISA senkt die Treibstoffpreise auf La Gomera und El Hierro


Auch La Palma ist von den hohen Preisen betroffen, jedoch gibt es dort noch keine Bemühungen um Ausgleich

Kanarische Inseln – Nachdem die Cabildos der Inseln El Hierro und La Gomera die Kanarenregierung im März aufgefordert hatten, etwas gegen die deutlich höheren Treibstoffpreise auf diesen Inseln gegenüber den Hauptinseln zu unternehmen, kommt es nun zu Verhandlungen zwischen dem Öl- und Gas-Unternehmen DISA, das als einziges Tankstellen auf den beiden Inseln betreibt, und Vertretern der Kanaren- und Inselregierungen.

Schon vor Verhandlungsbeginn hat DISA, als eine Geste guten Willens, die Preise an den Tankstellen der beiden Inseln um 31 Euro pro Kubikmeter gesenkt. Dies entspricht einer Reduzierung der Kosten um durchschnittlich 1,50 Euro pro Tankfüllung.

Doch nun muss eine Lösung gefunden werden, wie das Unternehmen die Mehrkosten, die der Betrieb der Tankstellen auf den beiden „doppelt peripheren“ Inseln verursacht, kompensieren kann.

Es ist angedacht, die Kosten gleichmäßig auf alle Inseln zu verteilen, also überall in etwa die gleichen, etwas höheren Preise zu nehmen, ähnlich wie es im Bereich der Lebensmittel schon praktiziert wird.

DISA ist das einzige Unternehmen, das die beiden Inseln mit Treibstoff versorgt und dabei schon einen Teil der Mehrkosten, die dies verursacht, selbst trägt. Die Mehrkosten, welche die doppelte Insellage mit sich bringt, werden zusätzlich dadurch verstärkt, dass der Markt auf diesen Inseln sehr klein ist. Der Preisnachlass, den DISA selbst trägt, ist deshalb nur vorübergehend, bis die Kanarenregierung ein System zur Kompensation dieser Kosten eingerichtet hat, das an den Tankstellen gleiche Bedingungen für die Gomeros und die Herreños herstellt.

Auch La Palma ist betroffen

Auf La Palma fordern Taxifahrer und Transporteure von ihrer Inselregierung, dass sie dem Beispiel La Gomeras und El Hierros folgen und mit der Kanarenregierung über eine Lösung für die hohen Treibstoffpreise verhandeln soll. Bis zu zwanzig Cent mehr pro Liter zahlen die Palmeros, was es vor allem den Berufskraftfahrern erschwert, rentabel zu arbeiten. Doch das Cabildo von La Palma bewegt sich bisher nicht. Nachdem der Inselrat, der für das Ressort Transport zuständig war, kürzlich ausgetauscht wurde, haben die betroffenen Berufskraftfahrer keine Rückmeldung mehr von ihrer Inselregierung erhalten.




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