Dimas Martín ist Freigänger


Den offenen Strafvollzug genehmigt

Die staatliche Verwaltung der Strafanstalten hat vor einigen Tagen den Antrag auf offenen Strafvollzug für den Regionalpolitiker Dimas Martín genehmigt.

Die Strafanstalt von Tahíche hatte bereits vor einigen Wochen der Hafterleichterung für den Mann zugestimmt, der seinerzeit die Unabhängige Partei Lanzarotes PIL gegründet hat und Präsident der Inselverwaltung war. Aber die Genehmigung aus Madrid verzögerte sich.

Martín befand sich seit Dezember vergangenen Jahres im Gefängnis von Tahíche, wo er eine achtjährige Haftstrafe verbüßte. Er war der Veruntreuung öffentlicher Gelder, Steuerhinterziehung sowie Betrugs bei der Sozialversicherung für schuldig befunden worden, als er Anfang der neunziger Jahre einen Agrarbetrieb in Teguise leitete. Dimas Martín, der Cabildo-Präsident von Lanzarote, Bürgermeister von Teguise, Abgeordneter im Regionalparlament und Senator für Lanzarote war, erhielt gleichzeitig das Verbot, 15 Jahre lang ein politisches Amt zu bekleiden. Als er seinerzeit das Gefängnis betrat, erklärte er den wartenden Pressevertretern, er werde weiterhin in der Politik bleiben, denn das liege ihm im Blut, ohne Politik könne er nicht leben.

Es war übrigens das vierte Mal, dass er ins Gefängnis musste. 1979 wurde er wegen Urkundenfälschung in einer privaten Angelegenheit als Geschäftsmann verurteilt. 1998 erhielt er sechs Monate Gefängnis wegen Ungehorsams und 2004 weil er die Stimme eines Stadtverordneten gekauft hatte.

Der so genannte dritte Grad sei weder ein Recht noch eine Begnadigung sondern eine Weise, die Haftstrafe zu verbüßen, die den speziellen persönlichen Umständen des Häftlings angepasst ist, verlautet von der Gefängnisverwaltung.




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