Die „Sprache“ der Fossilien


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Mindestens vier Klimawandel auf den Kanaren

Ein Biologen- und Geologenteam der Universität La Laguna und des Naturwissenschaftlichen Museums von Teneriffa will gemeinsam mit Kollegen von Gran Canaria anhand von Fossilien festgestellt haben, dass sich auf den Kanaren im Laufe der vergangenen 50.000 Jahre mindestens vier Klimawandel vollzogen haben.

Hierfür wurden Fossilien von 50 Fundstätten untersucht. Außerdem stellten die Wissenschaftler fest, dass sich offenbar Perioden extremer Trockenheit und starker Regenfälle abwechselten. 

Laut Esther Martín vom Naturwissenschaftlichen Museum liegen die meisten paläontologischen Fundstätten an der Küste, viele davon auf Lanzarote und den vorgelagerten Inseln, auf Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa. Und so machten fossile Mollusken der letzten 50.000 Jahre den Hauptanteil der Forschungsobjekte aus. Doch auch versteinerte Überreste von Insekten sowie Knochenreste von Eidechsen, Ratten, Mäusen und Vögeln wurden von den Wissenschaftlern untersucht.

Die Forscher kamen zu der Erkenntnis, dass gegen Ende des Pleistozäns (bis rund 10.000 v.C.) zwei Mal ein großes Artensterben – begründet jeweils durch einen Klimawandel – stattfand. Ein starker Artenzuwachs, ebenfalls im Pleistozän, bestätige einen weiteren Klimawandel. Im folgenden Holozän (bis heute) sei es zum größten „Artenrecycling“ überhaupt gekommen. Eine große Zahl von Arten starben aus, während neue entstanden.




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