Die Kanaren vertrauen CC unter Clavijo


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Linksgerichtete Parteien feiern auch auf den Kanaren Erfolge, während die PP in der Wählergunst abrutscht

Wie auf nationaler Ebene haben auch die Wähler auf den Kanaren bei den Regional-, Cabildo- und Kommunalwahlen am 24. Mai die traditionellen großen Parteien für Vetternwirtschaft und Korruption und die Partido Popular (PP) darüber hinaus für ihre Sparpolitik mit Kürzung der Sozialleistungen abgestraft.

Die PP erlebte eine Wahlschlappe und büßte unter anderem die Vorherrschaft auf Gran Canaria ein. Auch die Coalición Canaria (CC) nahm in der Wählergunst ab, erreichte jedoch die Mehrheit im Regionalparlament, in den Cabildos von Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura sowie im Rathaus von Santa Cruz de Tenerife.

Um stabile Regierungen bilden zu können, benötigen die Nationalisten jedoch einen Partner. Die nächsten Wochen werden von Koalitionsverhandlungen geprägt sein.

Der überraschende Stimmengewinn neuer, unverbrauchter und zumeist bürgernaher, teils auch populistischer Parteien wie „Ciudadanos“ (C’s) oder „Podemos“ deutet auf den Wunsch der Bürger nach einem tiefgreifenden Wandel und Umbruch hin. Der zeichnet sich auch auf dem Festland in den Metropolen Madrid und Barcelona deutlich ab. Im kanarischen Parlament hält „Podemos“ mit sieben Sitzen Einzug.

Bezüglich der Koalitionsverhandlungen auf den Kanarischen Inseln haben CC und PSOE in Cabildos und Gemeinden die klare Vorgabe erhalten, sich um Bündnisse zu bemühen, die die Konservativen vielerorts ausschließen würden. Erste Sondierungsgespräche deuten auf eine Einigung der Nationalisten mit den Sozialisten hin.




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